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Vater - Kind - Aktionen

Lustig - spannend - draufgängerisch

Die Vater-Kind-Aktionen des Dekanates Maifeld-Untermosel gibt es seit 1999. Sie werden in Zusammenarbeit mit der Katholischen Familienbildungsstätte Mayen e.V. (FBS) konzipiert und vom Familienministerium bezuschusst.
Sinn und Ziel der Vater-Kind-Aktionen ist es, das Verhältnis zwischen Vätern und Kindern mit Leben zu erfüllen und zu intensivieren. Dabei kommen eher männliche Erziehungsstile zum Zug. Gleichzeitig geht es um den Kontakt untereinander, es entsteht Solidarität unter Vätern, die sich ihrer Rolle bewusster werden und sich mit ihr identifizieren. Unter den Kindern ist eine auffallende Gemeinschaftsbildung und Hilfsbereitschaft zu beobachten.
Inhaltlich sind die Aktionen stark erlebnisorientiert, was die Kinder zu genießen wissen. Großgruppenerfahrung und Arbeit in Kleingruppen wechseln sich gegenseitig ab.

Die Termine der Veranstaltungen werden zeitnah in den Medien veröffentlicht und auf www.vater-kind-aktion.de


Kontakt:
Pastoralreferent Ansgar Feld,
E-Mail: ansgar.feld(at)bistum-trier.de
 

  • 66. Vater-Kind-Aktion "Abenteuer mit Rad und Eisenbahn"

    „Ein toller Tag und eine phantastische Strecke.“ Die über 160 Väter und Kinder waren von der 66. Vater-Kind-Aktion begeistert. Lediglich ein Vater hielt die Strecke für zu abenteuerlich. Diese 66. Vater-Kind-Aktion war gleichzeitig eine Wiederholung der ersten Vater-Kind-Aktion vor 20 Jahren. Und wieder gab es Probleme beim Mittagessen: Das Essen war da, Teller und Löffel aber nicht. So musste wie damals improvisiert werden, was der Stimmung aber keinen Abbruch tat.

    Ansonsten klappte alles reibungslos, vielleicht zu reibungslos: Manche Teilnehmer fuhren am Donnerloch, einer germanischen Kultstätte mit vielen Wasserfällen, einfach vorbei, versehentlich.

    Begonnen hatte alles morgens in Münstermaifeld. Nach einer kurzen Einführung ging es dann über die Felder hinunter in das romantische Schrumpfbachtal. In Hatzenport an der Mosel wurden die Räder auf LKWs verladen; Kinder und Väter fuhren Zug: Die Mosel hinab, den Rhein hinauf, und schließlich rauf durch das Mörderbachtal, eine der steilsten und schönsten Bahnlinien Deutschlands.

    Oben in Buchholz warteten bereits die Fahrräder, voller Erwartungen ging es nun los: Anfangs ins Ehrbachtal, dann ins einsame, wildromantische Brodenbachtal mit einigen Bachdurchfahrten, die alle problemlos bewältigt wurden. Mitten im Wald wurde es plötzlich wärmer, und man war unvermittelt in Brodenbach an der Mosel. Hier warteten die LKWs und der Bus, um alle wohlbehalten zurück nach Münstermaifeld zu bringen.

     

    Das Team um Pastoralreferent Ansgar Feld hatte die ganze Strecke über Verpflegungs- und Getränkestationen eingerichtet. Außerdem wurde der Tross fast immer von einem geländegängigen Besenwagen begleitet. Pannen wurden schnell repariert. Und als einem Kind die Kette unreparierbar gerissen war, gab ein anderes Kind diesem sein Rad, weil es plötzlich lieber zur Mama abgeholt und nicht mehr mitfahren wollte. Kurioserweise das Kind, dessen Vater später die damals noch vor ihm liegende Strecke für zu gefährlich hielt.

    Dank gilt den Firmen Die Lohners, Griesson de Beukelaer und Scheidterhof für die kulinarische Ünterstützung, den Firmen Getränke Schäfer, VW-Nutzfahrzeuge und Wi-Solar für die Fahrradtransporte und der Firma Transdev SE dafür, dass sie einen zweiten Triebwagen an die Hunsrückbahn angehängt hatte.

    Die Vater-Kind-Aktionen werden vom Dekanat Maifeld-Untermosel in Zusammenarbeit mit der Familienbildungsstätte getragen und von Pastoralreferent Ansgar Feld und seinem Team geplant und durchgeführt. Die Ideen könnten unterschiedlicher und verrückter kaum sein.: Die nächste Vater-Kind-Aktion trägt den Titel „Monster“ und wird am im Polcher Forum stattfinden. Dort werden Väter und Kinder Monster aus Plastikfolie bauen. Riesige Monster. Durchaus über zehn Meter lang und/oder hoch. Und wenn dann nach dem Prinzip einer umgedrehten Hüpfburg die Luft aus der Halle gesaugt wird, - dann werden diese Monster anfangen sich zu bewegen und aufzurichten. Wie im richtigen Leben: Wenn die Tür aufgeht, fallen sie zu Boden (Druckausgleich). Aber wehe, die Tür geht dann wieder zu…

  • 64. Vater-Kind Aktion "Westernpapp"

    Väter und Kinder bauen Westernstadt aus Pappe
    „Westernpapp“ lautete das Motto der 64. Vater-Kind-Aktion des Dekanates Maifeld-Untermosel in Zusammenarbeit mit der Familienbildungsstätte Mayen.

    Zwei Tage lang trafen sich 90 Väter und Kinder im Polcher Forum, um sich dort eine riesige Westernstadt aufzubauen und in ihr zu leben.

    Nach eine Einführung in die damalige Situation, als viele Menschen aus bitterer Not heraus nach Amerika auswanderten, um in der Fremde zu siedeln und sich ein neues Leben, möglichst ohne unterdrückenden Staat, aufzubauen. So hieß es am Anfang Abschied zu nehmen und in ein Schiff zu steigen, um eine beschwerliche und gefährliche Reise über das Meer zu unternehmen. In Amerika angekommen, erwarteten die Neuankömmlinge recht barsche Registrierungsmaßnahmen, bis es schließlich im Zug gen Westen weiterging. Dort stimmten Szenen des Film „Once upon a time in the west“ auf das Leben ein. Der Vorhang öffnete sich, man stand auf einer Bühne, unter einem ein großer leerer Saal, in dem überall große Paletten mit Wellpappe herumstanden.
    Begeistert gingen die Väter und Kinder ans Werk. Kirche, Saloon, Bahnhof, Gefängnis und allerlei Nebengebäude wurden errichtet. Das Team um Pastoralreferent Ansgar Feld staunte, wie schnell, ideenreich und kreativ die Teilnehmer die Idee „Westernpapp“ umsetzten. Väter und Kinder arbeiteten zusammen – und am Abend war tatsächlich eine Stadt entstanden, durch deren Straßen man schlenderte und zuschaute, was überall entstanden war und wie überall gewerkelt wurde. Da man in der Westerstadt auch übernachten sollte, wuchsen schließlich überall kleine Unterschlüpfe oder Zimmer. Es herrschte eine tolle, begeisterte Atmosphäre.

    Am nächsten Morgen kamen dann Workshops hinzu. Man konnte Hufeisen werfen, Steckbriefe malen, Steckenpferde bauen oder draußen im Sand nach Goldnuggets graben.

    Gestört wurde die großartige Atmosphäre schließlich von der „Lügenpresse“: Viel zu früh und fälschlicherweise zeigte die Presse an, dass sie nach Abbau kleiner Häuschen und übrig gebliebener Pappe bereits dreiviertelvoll sei. So entschied sich das Team, früher als geplant mit dem Abbau der Häuser zu beginnen. So sehr der Abriss für viele Kinder der Höhepunkt der Veranstaltung war, so plötzlich und unvorbereitet standen viele Kinder und Väter vor den Trümmern ihrer geliebten Gebäude, die in allerkürzester Zeit dem Erdboden gleich gemacht worden waren. Stundenlang dauerte das Füttern der Presse, die schließlich alle Pappe vollständig verdaut hatte.

    Es war eine gigantische, tolle Aktion gewesen. Man hatte Freunde gefunden. Großes Lob an das Team von Ansgar Feld und die Firmen Brohler Wellpappe in Mayen, Die Lohners und Griesson de Beukelaer in Polch, VW-Nutzfahrzeugzentrum in Koblenz, Keralith in Kretz, Schreinerei Lipinski in Ochtendung, sowie der Stadt Polch für die Unterstützung.

  • 61. Vater-Kind-Aktion - bauten gigantische Kettenreaktion

    Die ganze Stadthalle von Münstermaifeld war ein einziges Gehämmer und Geschraube von 130 Vätern und Kindern. Überall, bis in vier Meter Höhe liefen Seile, Rohre, Dachrinnen. Dazwischen wurde Murmelbahnen aus Teppichleisten gebaut. Oder Schießanlagen, Rampen für selbstgebaute Fahrzeuge, Schläuche von Pumpanlagen. Denn das Ganze sollte eine einzige, selbständig arbeitende Maschine werden. Eine Riesenspektakelkettenreaktionsmaschine. Zusammengesetzt aus über 200 einzelnen Elementen, voller Ideen, Fantasien und Wissen über Module, Interface und gespeicherte Energien.

    Ausgelöst durch einen Seilzug, der eine Murmel freisetzt und loslaufen lässt. Alles Andere soll die Maschine dann selbst machen. Minutenlang, über hundert Meter weit. Da die ganze Stadthalle eine einzige Großbaustelle war, in der man sich aber bewegen können musste, wurden Durchgänge mittels Armbrust oder Seilbahnen überwunden. Es war eine kühne Idee und ein mutiges Unternehmen, zumal vorher nichts geplant war und keiner wusste, welches Material und welche Ideen die Teilnehmer mitbringen werden. Und worauf die einzelnen Gruppen sich dann einigten.

    Nach einer Einführung in die Theorie einer Kettenreaktionsmaschine durch die Ingenieure im Team von Pastoralreferent Ansgar Feld und einer ungefähren Sammlung der Ideen wurden lediglich die Anschlussstellen für die einzelnen Gruppen und ihre Module festgelegt. Und dann ging es los. Die Anlage wuchs und wuchs. Und die Spannung stieg mit jedem Versuch und mit jeder Korrektur und jeder Verbesserung der einzelnen Elemente. Es gelang tatsächlich, im Laufe des Nachmittages die Riesenspektakelkettenreaktionsmaschine fertig zu stellen, und alle fieberten dem ersten Testlauf entgegen. Ein unbeschreibliches Erlebnis: Es funktionierte!!

    Durchlauf um Durchlauf versetzte Kinder wie Väter in Begeisterung und Bewunderung für das Werk der Anderen. Auch als alle Luftballons geplatzt waren, konnte Nachschub organisiert werden. Es war ein toller Tag gewesen, eine tolle Zusammenarbeit und ein gigantisches Erlebnis. Dass das Ganze dann am Schluss alles wieder abgebaut werden muss… Na ja, das ist halt so bei den Vater-Kind-Aktionen, die nun zum 61. Mal vom Dekanat Maifeld in Zusammenarbeit mit der Familienbildungsstätte Mayen veranstaltet wurden.

  • 60. Vater-Kind-Aktion

    „Trotzdem war es toll!“ Immer wieder versuchten die Väter und Kinder, ihre riesigen Drachen, die sie aus einfachsten Materialien zusammengebaut hatten, bei sehr geringem Wind in die Luft zu bekommen. Allein diese Spannung war all die Arbeit wert.

    An zwei aufeinander folgenden Tagen hatten sich zunächst 70 und am Folgetag 90 Väter und Kinder zur 60. Vater-Kind-Aktion des Dekanates Maifeld-Untermosel in Zusammenarbeit mit der Familienbildungsstätte Mayen im hoch gelegenen Nörtershausen getroffen.

    Schnell waren am Vormittag 3m lange Drachen aus Zeitungspapier und Müllsäcken entstanden, fachkundig angeleitet vom Team um Pastoralreferent Ansgar Feld, das die Modelle im Laufe der Jahre immer mehr verbessert und vereinfacht hatte. Zeitungsdelta, Schlittendrachen und Taschendrachen waren in kurzer Zeit fertig und die Kinder konnten sie ausprobieren.

    Das gemeinsame Tun und die Zusammenarbeit war dann am Nachmittag bei den Großmodellen noch mehr gefordert.

    In mehreren Gruppen wurden Deltas von sechs Meter Spannweite gebaut. Dieses Modell hat ein sehr gutmütiges Flugverhalten und ist auch im Sturm leicht zu händeln. Am ersten Tag erreichten beide Deltas 200m Flughöhe und standen stabil in der Luft mit deutlich singender Drachenleine. Bis bei einem die Leine riss und er ins Dorf davon flog. Die Kinder rannten los und hatten ihn schnell gefunden. Sie trugen ihn unversehrt zurück, was bei sechs Meter Spannweite bei den parkenden Autos in der Dorfstraße gar nicht so leicht war.

    Andere Gruppen hatten 30m lange Schlangendrachen gebaut. Dieses Modell war schon schwerer zu starten und hätte eigentlich mehr Wind gebraucht.

    Das war bei dem 120m weiten Bogen nicht anders. Er war aus vielen Einzeldrachen zusammengebaut worden, die die Kinder selbst bemalt hatten.

    Dennoch war es ein großartiger Tag. Kinder und Väter konnten ihre selbstgebauten Modelle mit nach Hause nehmen und hatten viel gelernt.

    Die Gruppen verabredeten sich zu weiteren Treffen, auf denen sie dann ihre Großmodelle doch in die Luft bringen wollen. Alle Modelle können zusammengelegt werden und passen in einen normalen PKW.

    Das Team freute sich, dass wieder drei Väter hinzugekommen waren, denn bei einigen sind die Kinder im Laufe der Jahre zu alt geworden und wollten eigene Wege gehen.

     

  • 59. Vater Kind Aktion - Bilder

    Über 200 Väter und Kinder bauten sich Seifenkisten und fuhren mit ihnen vom Maifeld zur Untermosel

    „Es wird Euch Spaß machen, wenn Euch eure Seifenkiste abwirft. Blutig werdet Ihr morgen Nachmittag alle sein. Aber das macht nichts.“, so Pastoralreferent Ansgar Feld zu Beginn der 59. Vater-Kind-Aktion, die das Dekanat Maifeld-Untermosel in Zusammenarbeit mit der Familienbildungsstätte Mayen veranstaltete.
    Es war nicht das erste Mal, dass Seifenkistenbauen und –fahren auf dem Programm standen.
    Das Team hatte im Laufe der Jahre einen Fahrzeugtyp entwickelt, der keine Aufbauten mehr besaß, mit dem man sich also nicht mehr ernsthaft verletzen konnte. Außerdem ist er sehr stabil, eignet sich also auch für gemeinsame Fahrten von Vätern und Kindern. Die Lenkung ist leicht gängig und nachläufig, also spurstabil. Die Kiste hat gute Bremsen, wenn man will auch seitengetrennt, zum Driften. Die Luftfederung der Reifen sorgte für angenehmen Fahrkomfort, obwohl es einigen auch gelang, sie durchzubremsen. Aber es gab Ersatz.
    Väter und Kinder teilten sich zu Beginn in Gruppen auf und wurden von den jeweiligen Teammitgliedern betreut. Diese hatten im Vorfeld Prototypen gebaut und als Anschauungsmodell zur Verfügung gestellt.
    Allerdings hatte sich der Drachenhof in Lonnig, inzwischen „Reitanlage im Pferdepark Maifeld“ stark verändert. Während in den vergangenen Jahren immer wieder Vater-Kind-Aktionen und auch Familientage hier problemlos stattfinden konnten, zeigte sich zunehmend, dass die Pferde und Pferdebesitzer nicht mehr mit dem Treiben einer Vater-Kind-Aktion vereinbar sind.
    So musste die Aktion kurz vor Fertigstellen der meisten Seifenkisten abgebrochen und verlegt werden. Sehr zum Unmut der meisten Teilnehmer, denen zu Beginn der Veranstaltung gesagt wurde, sie hätten genügend Zeit, konnten die meisten Teilnehmer also nicht wie geplant ihre fertige Seifenkiste besteigen und mit ihnen zum Zeltplatz oberhalb Dreckenachs hinunterfahren.
    Da im Vorfeld aus Angst vor einem Zusammenbruch des Stromnetzes im Drachenhof ein Aufruf an die Teilnehmer ergangen war, Stromaggregate mitzubringen, war es möglich, alles zusammenzupacken, umzuziehen und während der Nacht bei den Zelten weiterzubauen.
    Der nächste Tag, besonders nachdem sich der Nebel verzogen hatte und die Sonne rausgekommen war, entschädigte für alles. Die Stimmung war ausgelassen. Die Strecke war super. Die Kisten liefen. Und das Team hatte zusammen mit einigen Teilnehmern einen Shuttelservice eingerichtet, so dass die Teilnehmer mit ihren Seifenkisten immer wieder schnell der Berg hinaufgebracht wurden.
    Am Ende war es eine rundum gelungene Aktion. Das Team staunte, wie tolerant, wohlwollend und gut gelaunt die Teilnehmer die Schwierigkeiten meisterten. Und es gab viel weniger Verletzungen als gedacht. (Ansgar Feld)

  • 58. Vater Kind Aktion an der Eltz

    „Feuer, Wasser, Luft und Erde“ war das Motto der 58. Vater-Kind-Aktion des Dekanates Maifeld-Untermosel in Zusammenarbeit mit der Familienbildungsstätte. All diese Elemente sollten erlebt werden.
    So brannte zwei Tage lang das Lagerfeuer inmitten der Zelte, brannte der selbstgebaute Pizzaofen und schließlich auch der Antrieb der Knatterboote, den die Teilnehmer aus Getränkekartons bauten.
    Im Wasser wurden Hafenanlagen errichtet, Schiffsmodelle zu Wasser gelassen, eine Schaufelradantrieb für die Spießbraten gebaut, oder einfach nur gespielt.
    Durch die Luft schwebten ständig Kinder an der Seilbahn über den Platz, oder balancierten über die Seibrücken oder die Netzbrücken, die über die Elz gespannt wurden.
    Aus Lehm wurde der Ofen gebaut, aus Matsch Schlammrutschen am Ufer, und schließlich wurde unterirdisch ein kleiner See in einem alten Stollen entdeckt, den man mit einem kerzenbestückten Modellboot ausleuchtete.
    Besonderes faszinierte die Leonardobrücke, erfunden vor 500 Jahren von Leonardo da Vinci.
    „Sie ist nur zusammengesteckt. Sobald man die Balken an irgendeiner Stelle befestigt, stürzt sie zusammen“, so Pastoralreferent Ansgar Feld, dessen Team wieder jede Menge Ideen entwickelt hatte. Und dessen Begeisterung auf die ca. 100 Väter und Kinder übersprang.
    Grade das Ausprobieren, nicht zu wissen, ob es klappt, das ist es, was die Aktionen zum Erlebnis werden lässt, bei dem man gerne mitmacht.
    Es hat alles geklappt, auch dank der Firmen, die diese Aktion wieder unterstützten: Daum in Münstermaifeld, sowie Die Lohners, Griesson und Neukauf in Polch.

  • 57. Vater Kind Tag: Der Traum vom Fliegen

    57. Vater-Kind-Aktion: „Der Traum vom Fliegen“

    Fast 250 Väter und Kinder trafen sich auf dem Naunheimer Flugplatz, um in die Welt des Fliegens einzutauchen.
    Zunächst begann alles mit Papierfliegern. Väter und Kinder lernten unterschiedliche Modelle zu falten. „Wir bringen Euch das so bei, dass Ihr die nie vergesst. Verschiedene Papierflieger bauen zu können gehört zum Handwerkszeug eines jeden Vaters.“, so das Team um Pastoralreferent Ansgar Feld. Dabei erfuhren die Teilnehmer auch ein erstes Grundwissen über Aerodynamik.Wieso diese Papierblätter so gut fliegen können.
    Dann begann eine neue Flugtechnik: Hubschrauber. Aus Schaschlikspießen und Mundspatel. Auch sie waren nach wenigen Minuten fertig, und bald herrschte auf dem Flugplatz ein reges Treiben. Alle probierten ihre Modelle aus. Viele verzichteten aus dieser puren Lust am Spielen auf die dritte Modelltechnik: Modelle aus Trinkhalmen mit laminierten Papiertragflächen und einem kleinen Gummistopfen an der Spitze. „Ganz wichtig: Sonst gleiten sie nicht in der Luft.“
    „Uns ist es wichtig, dass alle Modelle so gut wie nichts kosten und von Jedem zuhause nachgebaut werden können.“, so Pastoralreferent Feld.
    Am Nachmittag wurde das Ganze nun schon wesentlich anspruchsvoller. Die Väter mussten sich in kleinen Gruppen zusammenschließen, um Flugmodelle von 2m Spannweite zu bauen. Mit echten Spantentragflächen. Alles aus Styrodur, Holzbrettchen und Mülltüten.
    Wochenlang hatte das Team an den Prototypen getüftelt, sich allerlei Theorie über Luftwiderstand,Schwerpunkt- und Strömungsverhalten reingezogen, und immer wieder probiert und getestet und verworfen. Feld: „Wir haben die Großmodelle völlig neu konzipiert. Als reine Gleiter. In der Vergangenheit hatten wir Gummimotorantriebe gebaut; die waren recht schnell abgewickelt, und dann hatten die stillstehenden Propeller die Modelle zum Absturz gebracht.“
    Ob das alles diesmal funktioniert, war dem Team bis zum Schluss unklar. Um so intensiver war die Begeisterung im Team, als die ersten Gleiter souverän durch die Luft schwebten. „Hast Du das gesehen? Ich habe richtig Gänsehaut gekriegt.“ Was vielleicht noch fehlt, ist eine Art Seilwinde mit einer kleinen Schraube unterm Rumpf; damit man die Gleiter richtig auf Höhe bringen kann.
    Der Höhepunkt des Tages sollte aber noch folgen: Selbst gebaute Wasserraketen. Halb gefüllte Colaflaschen, in die dann mit einem handelsüblichen Gardenaanschluss Luft gepumpt wird. So lange und so viel, bis sich die Raketen von selber wegsprengen. Nach vielen anfänglichen Fehlversuchen beherrscht das Team diese Technik inzwischen perfekt. Dennoch müssen die Kinder Sturzhelme tragen und die Raketen haben Spitzen aus Tennisbällen. „Wir erreichen große Höhen und so ganz weiß man nie, wohin so eine Rakete fliegt.“
    Es war ein großartiger Tag mit viel netten Leuten, mit viel Spaß und Begeisterung. Dass man nicht selber fliegen konnte, war kein Problem. Die Aufsichtsbehörde hatte den Bewuchs nahe der Landebahn des Ultra-Light-Flugplatzes bemängelt und den Flugbetrieb kurzfristig verboten.
    Flugplatzbetreiber Horst Mahnke: „Nächsten Monat haben wir die Erlaubnis. Dann machen wir einen neuen Termin aus“ Und es gibt ein Wiedersehen.
    Dank gilt auch den Polcher Firmen, die diese Aktion möglich gemacht haben: Niesmann, Edeka, Griesson und Die Lohners.
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