Damit Sie unsere Internetseite optimal nutzen können, setzen wir nur technisch notwendige Cookies (kleine Textdateien, die auf Ihrem Rechner abgelegt werden). Wir sammeln keine Daten zur statistischen Auswertung. Näheres finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Frauen von Maifeld und Untermosel stehen zusammen

Die Gleichstellungsbeauftragte der Verbandsgemeinde Maifeld, Martina Kolbinger, das Dekanat, die kfd Maifeld-Untermosel und die Evangelische Kirchengemeinde Winningen sind im Arbeitskreis „Gewalt gegen Frauen“ Maifeld-Untermosel vereint. Gemeinsam wollten sie anlässlich des Internationalen Tages „Gegen Gewalt an Frauen und Mädchen“ am 25. November eine Veranstaltung in Münstermaifeld mit Fachvortrag, Austausch und Gebet anbieten. Durch Corona muss diese leider abgesagt werden. Dafür wendet sich der Arbeitskreis mit einem Brief an verschiedene Frauen- und Mädchengruppen in unserer Region.

Sie rufen darin zur Solidarität gegenüber Frauen und Mädchen auf, die Gewalt erfahren. „Weltweit ist Gewalt eines der größten Risiken für die körperliche, psychische und seelische Gesundheit von Frauen, so die Weltgesundheitsorganisation. Überwiegend ist es häusliche Gewalt quer durch alle Schichten und Länder“, heißt es in dem Schreiben.

Um Solidarität bei uns sichtbar zu machen, schickt der Arbeitskreis „sein“ Symbol mit: eine pinkfarbene Raute. Diese soll Teil eines immer größer werdenden Sterns sein. Die Angeschriebenen können die Raute im Fenster aufhängen oder aufkleben als Zeichen dafür, dass in diesem Haus jemand wohnt, die zum Thema Gewalt, Übergriffe und Mobbing an Frauen und Mädchen ansprechbar ist. Dem Brief beigelegt ist weiter ein Flyer mit Kontaktnummern von Unterstützungsstellen: „Wir freuen uns, wenn Sie die Rauten weiterreichen, aufhängen oder aufkleben, damit die Strahlkraft größer wird.“

Nähere Infos oder Kontakt bei Martina Kolbinger (Gleichstellungsbeauftragte VG Maifeld, Tel: 0163-1284795), Iris Ney (Pfarrerin der Ev. Kirchengemeinde Winningen, Tel: 02606-961668), Helene Gersabeck (katholische Frauengemeinschaft Deutschlands, kfd Dekanat Maifeld-Untermosel, Tel: 02654-1592)  und Elisabeth Zenner (Pastoralreferentin im Dekanat Maifeld-Untermosel, Tel: 0171-9783028).

 

 

FrauenWortGottesdienst in Polch

Ein besonderer Gottesdienst in ungewöhnlichen Zeiten

 „Aufbrechen – loslassen – losgehen!“ Trotz oder vielleicht gerade wegen der Herausforderung der Corona Pandemie waren sich 12 Frauen aus dem Vorbereitungsteam einig: Die Pandemie lockt uns zu neuen Aufbrüchen heraus, unterbricht unsere Muster und verändert unser Verhalten.

Darum das Motto „Aufbruch?!“ im diesjährigen FrauenWortGottesdienst, zu dem das Vorbereitungsteam der kfd im Dekanat Maifeld-Untermosel nach Polch eingeladen hatte. Trotz Corona freuten sie sich, 60 Frauen und sogar auch einige Männer zu begrüßen.

„Leitfrau“ im Gottesdienst war die „Frau am Jakobsbrunnen“ aus dem 4. Kapitel des Johannesevangeliums: sie war ausgebrochen aus ihren Mustern, weil sie sich angenommen fühlte - angenommen von Jesus. Aber nicht nur diese Erzählung, sondern auch die Erfahrungen der Frauen aus dem Vorbereitungskreis gingen unter die Haut. Sie erzählten, wo sie Aufbrüche erfahren haben und was ihnen hilft, aufzubrechen: nämlich Zuspruch, ein gutes Miteinander und ein starker Glaube. Außerdem Menschen, die einem etwas zutrauen und Mut machen.

 „Mich haben die Fürbitten sehr berührt“ meinte eine Mitarbeiterin aus dem Vorbereitungskreis. „Da kamen die Frauen einzeln nach vorne, und ich habe die Klangschale stellvertretend für ihre gedankliche Bitte angestoßen. Das war ein sehr inniger Moment. Da wurde mir deutlich, dass die Bitte jeder einzelnen Person vor Gott Raum einnehmen darf.“ Im Nachgang war das Vorbereitungsteam verwundert, wie eindrücklich es doch war –entgegen aller Befürchtungen- Lieder nur zu summen anstatt zu singen: denn das führte in eine angenehme Ruhe hinein und sehr tief zu sich selbst. Schließlich waren sie dankbar für die schöne Klavierbegleitung durch Susanne Röser.

Der nächste Frauengottesdienst wird am 25. November stattfinden. Hierzu lädt die ökumenische Vorbereitungsgruppe rechtzeitig ein. Nähere Infos unter http://www.maifeld-untermosel.kfd-trier.de/aktuelles/ .

Internationaler Frauentag – interkulturell und echt international

Studienfahrt nach Trier

Frauen aus 11 Ländern beteiligten sich aus Anlass des Internationalen Frauentages an einer Studienfahrt nach  Trier.  Schon für den Vortag, Samstag 7. März 2020, hatte die Fachkonferenz Asyl-Migration-Integration eingeladen und 46 Teilnehmerinnen vom Maifeld und der Untermosel kamen. Ein 5köpfiges internationales Frauen-Team der Fachkonferenz (Karin Fust, Farideh Golpayegani, Marie Ronez, Elisabeth Hein und Grace Dahmke) hatte die Fahrt organisiert und war sichtlich zufrieden mit dem Tag.

„Lachen, Tanzen, Reden und sich froh bewegen    WEITER LESEN

Frauenseelsorge

Frauengemeinschaften fördern
lebendiges Leben in Gemeinden.
Vielseitiges Programm wird geboten: Oasentage, Frauengottesdienste, Kultur, Ausflüge ...

Sie interessieren sich für Angebote?
Wir geben Ihnen gerne Auskunft oder 

Ihr kfd - Dekanatsvorstand

Informationen und Aktuelles rund um die kfd im Dekanat Maifeld-Untermosel. Schauen Sie doch einfach mal auf die Homepage!


Infos zur kfd:

Viele Frauen im Dekanat sind Mitglied der kfd, dem Verband der Katholischen FrauengemeinschaftDeutschlands.Die kfd setzt sich für die Interessen von Frauen in Kirche, Politik und Gesellschaft ein. Das kfd-Dekanatsvorstandsteam ist das Bindeglied zwischen dem kfd - Bundes- und Diözesanverband und den Ortsgruppen.

Mehr Informationen zur kfd unter:

www.kfd-bundesverband.de

www.kfd-trier.de

Weltgebetstag in Polch

"Kommt, alles ist bereit"

Kaffeeduft und eine festlich gedeckte Tafel empfangen die BesucherInnen des Weltgebetstages am ersten Freitag im März in Polch. „Feiern wir hier Gottesdienst?“ fragen sie etwas verunsichert. „Ja, nehmt Platz: es ist alles bereit!“ antworten die Frauen aus dem ökumenischen Vorbereitungsteam, die sich Jahr für Jahr von den Stärken der beteiligten Frauen begeistern lassen, Anteil nehmen an ihren Sorgen und Ermutigung im gemeinsamen Glauben finden.
Gespannt nehmen 90 Personen Platz an den festlichen Tafeln, um den Gottesdienst mitzufeiern. In diesem Jahr stand das Land Slowenien und das Gleichnis vom Festmahl im Mittelpunkt – darum auch die Feier am gedeckten Tisch.
Die Landesvorstellung stellte dar, dass Slowenien eines der kleinsten und jüngsten Länder der Europäischen Union ist. Slowenien ist bis 1991 nie unabhängig gewesen, wurde aber schon im kommunistischen Jugoslawien zum Knotenpunkt internationaler Handelsströme, die vielerlei positive Einflüsse in das Land brachten. Seit 1991 ist es eine junge Demokratie und das Aushängeschild für wirtschaftlichen Fortschritt. Davon profitieren leider noch nicht alle Frauen des Landes: Minimal kleine Renten, hohe Arbeitslosigkeit, Benachteiligung von Minderheiten wie Sinti und Roma prägen den Alltag in Slowenien.  Was vielen nicht klar war, welche unfassbar schöne landschaftliche Vielfalt Slowenien zu bieten hat: Berge, Seen, warme Küste und Meer warten darauf, entdeckt zu werden.
Imponiert von der Schönheit des Landes und angeregt durch die Bibelauslegung der Frauen war nach dem Gottesdienst bei landestypischem Gebäck und fair gehandeltem Kaffee Gelegenheit zu angeregten Gesprächen. Der Eine-Welt-Laden der Pfarreiengemeinschaft Ochtendung-Kobern hatte außerdem eine breite Palette fair gehandelter Produkte mitgebracht und lud zum Stöbern ein.
Der Weltgebetstag mit dem Motto „Informiert beten und handeln“ ist eine weltweite ökumenische Frauenbewegung.  Denn in der ganzen Welt sollten Frauen selbstbestimmt leben können. Auf dem Weg dorthin braucht es immer wieder Zeichen gelebter Solidarität. Eines dieser Zeichen ist der jährliche Gottesdienst und die Kollekte, mit der weltweit über 100 Projekte unterstützt werden. Das ökumenische Vorbereitungsteam bedankt sich bei allen, die am Weltgebetstag mitgewirkt haben und durch ihre Spende ganz konkret die Projekte des Weltgebetstags unterstützen.

 

Ökumenischer Gottesdienst und Austausch „Nein zu Gewalt gegen Frauen!“

Solidarität wurde sichtbar

Eine nach der anderen kommt nach vorne, legt ein selbst gestaltetes Puzzleteil auf einer großen Plakatwand ab. Diese füllt sich, wird bunter, lebendiger und vielfältiger. Schließlich ist der Satz zu erkennen: „Sagen was ist, verändert die Welt!“.

Rund 50 Frauen trafen sich anlässlich des internationalen Gedenktages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen zum ökumenischen Gottesdienst, um die Aufmerksamkeit gegenüber Gewalt an Frauen und Mädchen zu schärfen und ins Gebet zu nehmen. Der Gedenktag am 25. November dient dazu, jedes Jahr neu die Einhaltung der Menschenrechte zu thematisieren, Unrecht zur Sprache zu bringen und Mut zu machen, sich gegen jegliche Form der Gewalt gegenüber Frauen und Mädchen zu wehren.

Der Gottesdienst war geprägt von eindrücklichen Erfahrungsberichten und Gebeten. Die Band, „Schokoladensaite“, selbst drei junge Frauen, haben mit ihren kraftvollen, teils selbstgeschriebenen Songs zu einer dichten Atmosphäre beigetragen. Im Zentrum des Gottesdienstes stand das Plakat, welches die Solidarität von so vielen Frauengruppierungen aus der Region sichtbar machte. Im Vorfeld hatten die Organisatorinnen Puzzleteile an unterschiedlichste Frauen- und Mädchengruppen der Region versandt. Das Gesamtbild des Puzzles zeigt ein Zitat der Philosophin Hannah Arendt „Sagen was ist, verändert die Welt“. Es beschreibt, was wir selbst tun können: Übergriffige Aussagen benennen. Sich auch in unangenehmen Situationen dazu äußern. Über erfahrene Gewalt reden. Dazu braucht es viel Mut, geduldige Zuhörerinnen und Schutzräume. Für viele kann das bundesweite Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ so ein wichtiges Angebot sein. Es ist kostenlos, jederzeit und in verschiedenen Sprachen unter 08000 116 016 zu erreichen. Auch männliche Opfer von partnerschaftlicher Gewalt können dieses Angebot nutzen. http://hilfetelefon.de/

Auf die unterschiedlichsten Hilfsangebote machte das Vorbereitungsteam, evangelische und katholische Frauen aus der Region Maifeld-Untermosel, aufmerksam und zeigte: Wir Frauen und Mädchen sind nicht alleine. Wir halten zusammen! Das hat die spätere Diskussionsrunde und Stimmung der Besucherinnen bestätigt. „Es tut unglaublich gut, Frauensolidarität zu spüren und miteinander über Sorgen und Beängstigendes, aber auch über Schönes und Bestärkendes ins Gespräch zu kommen. Darum war für mich der Abend sehr wertvoll“,  meinte eine Teilnehmerin zum Abschluss. Der Vorbereitungskreis dankt allen, die sich an der Solidaritätsaktion beteiligt haben. Sie sind aufgeführt auf www.maifeld-untermosel.kfd-trier.de  und www.ev.kirche-winningen.de.