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Fachkonferenz Asyl - Migration - Integration

Asyl - Migration - Integration

„Wir sind bunt – world is a family!

Unter diesem Motto haben die Dieblicher Pfadfinder e.V. Stamm Treverer und die Fachkonferenz Asyl-Migration-Integration des Dekanates Maifeld-Untermosel mit Menschen aus vielen Nationen am Dieblicher Karnevalsumzug am Sonntag, 03.03.2019, teilgenommen. Das Zusammenleben an der Mosel wird immer vielfältiger und bunter, und es findet in guter Nachbarschaft statt. Dies haben die Teilnehmenden mit ihrem Wagen und bunten Kleidungen – z.T. aus ihren Traditionen stammend – zum Ausdruck gebracht.

Schon am Samstag begann das bunte Treiben mit dem Bemalen von Papieranzügen. Sonntags trafen sich vor allem Frauen, um sich in traditionelle Gewänder aus Afghanistan, Pakistan, Iran und Irak, Syrien, Indien und Somalia zu hüllen. Froh und auch mit Stolz wurden die Kleider angelegt, denn sie sind kostbar und bedeuteten den Tragenden viel.

Mit fast 60 Personen zog die bunte Schar durch die Straßen von Dieblich und wurde herzlich beklatscht und begrüßt. Leckereien und Köstlichkeiten aus den verschiedenen Ländern konnten serviert werden und lockte so manchem Zuschauer am Rand ein süßes Lächeln auf die Lippen.

Schnell war der Karnevalsruf „Helau“ gelernt - es brauchte keine Übersetzung, die Freude füht zusammen. Auf dem Wagen symbolisierte eine Weltkugel, dass wir alle zu dieser Welt gehören, um den Wagen herum war Weltkarten-Stoff gespannt: World is a Family.

Werner Huffer-Kilian, Pastoralreferent im Dekanat

Welttag gegen Kinderarbeit

Von Kinderarbeit profitieren wir alle

-Welttag gegen Kinderarbeit an der Realschule Plus in Kobern mit dem Maharaj-Trio aus Indien-

Die Realschule Plus konnte zusammen mit dem Dekanat Maifeld-Untermosel am Welttag gegen Kinderarbeit, am 12. Juni, das in Indien sehr bekannte Maharaj-Trio empfangen. Sie wurden begleitet von dem Kinderrechtsexperten der Sternsinger-Aktion, Benjamin Pütter, und haben einen Studientag mit Schüler/innen zum Thema Kinderarbeit mit abschließendem Abend-Konzert durchgeführt.

Benjamin Pütter hatte mit seinen lebendigen Vorträgen und erfahrungsgespickten Geschichten aus Indien unter den Schüler/innen der Klassen 9 bis 11 gespannte Zuhörende. „Ist es Kinderarbeit, wenn ich zu Hause die Spülmaschine ausräumen muss? Natürlich nicht! Kinderarbeit liegt meiner Meinung nach vor, wenn Kinder nicht zur Schule gehen dürfen, weil sie arbeiten müssen,“ so der Experte. Kinderarbeit hat er in der Produktion von Räucherstäbchen, in der Müllsortierung auf Müllhalden, in der Herstellung von Zigaretten, in Teppichmanufakturen, in Steinbrüchen und in der Produktion von Glasarmreifen selbst gesehen und erlebt. Er hat versucht, Befreiungsaktionen aus den sklavenhalterischen Lebensbedingungen mit den indischen Behörden zu organisieren. Manches Mal gelang es, oft auch nicht. Die Widerstände der Fabrikbesitzer sind erheblich und gehen bis zu Morddrohungen.

Das Maharaj-Trio wurde verstärkt durch einen dritten Sohn und konnte die indischen Instrumente im Musikunterricht vorführen und auch die besondere Musik mit den Schüler/innen entdecken. So wurde die Hochkultur indischer RAga-Musik auch in Kobern zum Klang gebracht und hat so manchen Schüler/in an Bollywood erinnert. Und tatsächlich hat das Trio auch schon Filmmusik gemacht, in einer Filmsequenz bei „Herr der Ringe, Teil 2“.

 Der Tag fand seinen Abschluss in einem gut besuchten Konzert in der Aula der Schule. Die vier Musiker zeigten ihr ganzes Können und begeisterten das Publikum. Die Anklänge an klassische indische Raga-Musik mit verjazzten Einlagen lösten Zwischenbeifall aus, den die Musiker gerne aufnahmen. Entgegen unserer Art bei klassischen Konzerten durften die Zuhörer/innen gerne laut ihren Beifall kundtun, was die Musiker noch mehr anspornte. Die Musikinstrumente wurden erläutert und auch die Musik immer wieder auf die Vorgänge der Natur und auf unser inneres Leben bezogen.

 Die Musiker zeigten auch ihre klare Position gegen Kinderarbeit und hatten in Indien schon mehrfach soziale Aktionen unterstützt.

Dieter Möntenich, Schulleiter, war sehr angetan von dem „Welttag gegen Kinderarbeit“ an seiner Schule und meinte: „Das war nicht das letzte Mal, dass wir diese hervorragende Musik und die große Sachkenntnis hier bei uns hatten. Ich freue mich auf kommendes Jahr, bestimmt.“ Was ist Kinderarbeit?

Die UN-Kinderrechtskonvention hat in Artikel 32 das Recht der Kinder vor wirtschaftlicher und sozialer Ausbeutung geschützt. Die ILO, International Labor Organisation, an der Regierungen, Arbeitgeber und Arbeitnehmer beteiligt sind, legt die Arbeitsgesetze fest und dort wurde 1999 die ILO-Konvention 182 unterschrieben: „Übereinkommen über das Verbot und unverzügliche Maßnahmen zur Beseitigung der schlimmsten Formen der Kinderarbeit.“  Kinderarbeit nur zu verbieten wäre zynisch. Deshalb müssen auch Alternativen angeboten werden: Schulbildung, Berufsausbildung, einkommenschaffende Maßnahmen für die Eltern.

 Und was können wir hier tun? Keine Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit oder generell ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen einkaufen!Es lohnt sich, beim Einkauf darauf zu achten. Unterstützung finden Verbraucher/innen bei sogenannten Siegeln: www.siegelklarheit.de der Bundesregierung zum Beispiel.

Für mehr Information: Werner Huffer-Kilian,Obertorstr. 8, 56294 Münstermaifeld, 02605-9627817 E-Mail: werner.huffer-kilian(at)bistum-trier.de