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AKTUELLES

"Wir sind bunt - hier im Land"

Fröhlich - Ernste Aktion in Kobern und auf der Moselgoldbrücke

"Wir sind bunt, hier im Land – und wir gehen, Hand in Hand"

unter diesem Motto haben sich etwa 70 Personen am 8. Mai vom Schulhof der Realschule Plus in Kobern zur Moselgoldbrücke bewegt und für einen freundlichen Umgang im Miteinander geworben. Ein Bündnis aus der Realschule Plus, dem Dekanat Maifeld-Untermosel, der Evangelischen Jugendarbeit Winningen, den Dieblicher Pfadfindern Die Treverer, dem Kreisjugendring und dem Bündnis für Topleranz und Demokratie hatte eingeladen zur Menschenkette über die Brücke. Dieser Einladung sind trotz schlechter Wetterlage viele gefolgt. Der Abschluss mit dem Konzert der Gruppe Schokoladensaite und der Liedermacherin Thora Pindus fand im Rittersaal der Ortsgemeinde Kobern statt.

Der Start begann in der Realschule Plus mit einem Theaterstück von Schüler/innen über Rassismus, Mobbing und Gewalt und dessen Überwindung. Unter großem Applaus und sogar mit Szenenapplaus thematisierte die Theatertruppe das Märchen "Rotkäppchen und der Wolf" mit umgekehrtem Vorzeichen. Regie und Choreografie dienten der mutigen Auseinandersetzung mit rassistischen Vorurteilen und zielte auf Toleranz und Integration. Letztlich geht es um einen gegenseitigen Lernprozeß. Unterstrichen wurde das mit dem Grußwort von Seiten der Schule und dem einleitenden Friedenslied von Nicole Mercier, Liedermacherin und Lehrerin an der Schule.

Werner Huffer-Kilian betonte in seiner Eingangsrede, dass es nichts Politischeres gibt als das Miteinander zu organisieren – auf Augenhöhe, als das gemeinsame Gestalten von Gemeinschaft und Gesellschaft. Gerade am 8./9. Mai auf die Strasse zu gehen im Gedenken an den Tag der Befreiung vom deutschen Nationalsozialismus, der 50 Millionen Menschen das Leben gekostet hat, ehrt die Opfer. "Das war ein Zivilisationsbruch ohnegleichen in der Geschichte der Menschen. Wir gedenken dieser Menschenopfer. Sagen NIE WIEDER, und auch dafür gehen wir Hand in Hand", sagte der Pastoralreferent.

Anschließend ging die Gruppe zur Moselgoldbrücke. Schilder mit dem Motto "Hand in Hand" und  dem Plakat "Wir sind bunt- World is a family" wurden hoch gehalten. Symbolisch wurde die  Brücke zum mitmenschlichen Umgang Hand in Hand "überbrückt". Viele Vorbeifahrende begrüßten mit großem Wohlwollen die Anliegen der Marschierenden und machten "Daumen hoch".

Die Abschußkundgebung fand dann im Rittersaal der Ortsgemeinde Kobern statt, zu der auch Bürgermeister Michael Dötsch sich einfand. Die Band "Schokoladensaite" aus Kastellaun spielte bewegt auf und begeisterte die Zuhörenden mit eigenen Texten und Songs.

Poetry Slam zum Thema Menschenrechte wurde von einer Schülerin vorgetragen und ein Gedicht, vorgetragen von jungen Erwachsenen, der "Song oh Uhuru" aus Afrika, erinnerte an die "Wiege der Menschheit". Elisabeth Zenner, Pastoralreferentin des Dekanates konnte die Liedermacherin aus Mayen, Thora Pindus, begrüßen, die selbst aktiv in der Flüchtlingshilfe in Griechenland Erfahrungen gesammelt hat. Diese und andere persönliche Erlebnisse hat sie in berührende Lieder gepackt.

"Es gibt keine menschlichen Rassen, sondern nur andere Menschen. Rassismus möchte andere klein machen, um sich über diese zu erheben. Das haben wir nicht nötig. Das brauchen wir nicht, weg damit," mit diesen Worten schloß Werner Huffer-Kilian die Veranstaltung "Hand in Hand für Menschlichkeit".

Steil gehen -

Sonnenschein und Wein

„Puh, ganz schön anstrengend…!“ tönte ein junger Mann beim Anstieg in den Hängen des Calmont Klettersteiges. Die Anstrengung wurde mit herrlichsten Aussichten vom Gipfelkreuz aus belohnt. Eine Gruppe junger Erwachsener waren einen Tag lang am Calmont, dem steilsten Weinberg Europas, miteinander unterwegs. Sie folgten der Einladung von „Ansprech-Bar“: einer Initiative katholischer und evangelischer Seelsorger/innen rund um Koblenz, die es sich zur Aufgabe machen, neue Räume für Gemeinschafts- und Glaubenserfahrungen für Menschen in den 20ern und 30ern zu eröffnen.

Dies wurde für die Gruppe erfahrbar: Gemeinschaft  sein bei Gesprächen während dem Gehen. Spüren, dass andere Menschen mit ähnlichen Herausforderungen das Leben beschreiten. Hören, wie andere zum Glauben stehen. Diskutieren, ob das nun Kultur ist oder Spiritualität: die Marienkapelle, die die Gruppe auf dem Weg passierte. Aber auch die schönen, banalen Dinge des Alltags in der herrlichen Natur nochmal ganz besonders zusammen genießen: die Brotzeit am Berggipfel und der leckere Wein unterwegs an schönen Punkten. Zufrieden verabschiedete sich die Gruppe am Abend voneinander - und verabrede sich zur nächsten Veranstaltung von „Ansprech-Bar“. Infos und Anmeldung zu weiteren Treffpunkten auf www.ansprech-bar.de oder bei Pastoralreferentin Elisabeth Zenner, elisabeth.zenner(at)bistum-trier.de, 02605-96278-12.

130 Interessierte folgen der Einladung nach Kobern

Informationsabend zur Gestalt der „Pfarrei der Zukunft“

Ist die „Pfarrei der Zukunft“ (PdZ), die aus den bisherigen Pfarreien unseres Dekanates Maifeld-Untermosel entstehen soll, eine Chance? … oder doch der Untergang von Kirche, wie viele befürchten? Führt die große Einheit zum Rückzug des Personals aus der Fläche? Und wie kann in einer so großen Einheit Seelsorge nah am Menschen möglich sein?

Dechant Schuh ging auf diese und ähnliche Fragen am 5. November in Kobern ein und erläuterte erste Konturen dazu.  Der Abend war eine Initiative des Pfarreienrates der Pfarreiengemeinschaft Ochtendung-Kobern, zu dem alle Interessierten im Dekanat ins Pfarrheim Kobern, aus dem man aber  wegen des großen Zuspruchs schnell in die Kirche wechselte, eingeladen wurden.

Auch, wenn ein Endergebnis noch nicht vorliegt, zeigen sich doch schon einige Grundlinien ab. So betonte Dechant Schuh, dass Kirche auch in der „Pfarrei der Zukunft“ vor Ort präsent bleibt. Neben einem Pfarramt soll es auch weiterhin sogenannte „Kirchenbüros“ an unterschiedlichen Orten der PdZ geben, die die Aufgaben der heutigen Pfarrbüros übernehmen.

Kirche wird überall dort sein oder wahrgenommen, wo Menschen sich engagieren. Und das soll auch in Zukunft so bleiben. Die Größe der PdZ wird aber auch dazu ermutigen, mehr als bisher über den Tellerrand zu blicken: Austausch, Vernetzung und Beteiligung werden in einer „Synodalversammlung“ ermöglicht. Hier treffen sich Ehren- und Hauptamtliche zur gemeinsamen Beratung und Planung. Auch das Engagement von Ehrenamtlichen wird natürlich weiterhin begleitet.

In der anschließenden Austauschrunde wurde auf die Fragen der Teilnehmenden eingegangen. Ob zum Beispiel die Immobilien und Vermögenswerten nur noch zentral von der Großpfarrei gesteuert würden, war eine der Fragen. Konkret dazu: „Geplant sind sogenannte „Verwaltungsteams“ vor Ort, die mit Befugnis und Budget ausgestattet, mandatiert und im Kirchlichen Vermögens- und Verwaltungsgesetz verankert sind.“

Am Ende der Veranstaltung waren sich alle einig: Wichtig sind Abende wie diese, in denen Informationen weitergegeben und Austausch ermöglicht wird. Abschließend betonte Dechant Schuh: „Wenn Kirche auch in Zukunft hier vor Ort sichtbar bleiben will, dann brauchen wir Sie! Ohne Sie geht es nicht!“

Nähere Informationen zur Umsetzung der Synode finden Sie unter https://www.bistum-trier.de/heraus-gerufen/fakten-check-zur-umsetzung/

Jugendliche pilgern auf dem Calmont Klettersteig nach Bullay

24 Kilometer, 900 Höhenmeter, wünderschöne Landschaften

„Boah, was für eine Aussicht!“ freuten sich die Jugendlichen voller Glück im Gesicht, als sie die Moselschleife von oben bestaunten – nach anstrengender Steigung mit vollem Gepäck: FirmbewerberInnen aus dem Dekanat Maifeld-Untermosel hatten sich auf den Weg nach Bullay gemacht. Das von der Gruppe selbst gewählte Thema „Lasten abwerfen“ wurde buchstäblich erfahrbar: Nach und nach wurden die Rucksäcke leichter. Aber vor allem wurde man freier im Kopf. „Es hat mir gut getan, mal Zeit zu haben, um über das nachzudenken, was mich belastet. Und es dann aber auch im Kopf loszulassen.“ meinte eine Teilnehmerin. „Wir hatten eine supertolle Gruppe dabei: Auch der anstrengende Weg - schließlich mussten wir bis Bullay drei Berge erzwingen - hat ihre Laune nicht verschlechtert. Im Gegenteil: sie haben sich gegenseitig angespornt.  Das hat uns alle motiviert“, meinte Pastoralassistentin Vivian Lion, die gemeinsam mit dem Ehrenamtlichen Tobias Hastenteufel und Elisabeth Zenner zum Firm-Projekt-team gehört. Entsprechend glücklich und erschöpft kam die Gruppe nach 24 Kilometern und 900 Höhenmetern hoch oben an der Marienburg in Bullay an.

Am nächsten Tag freute sich die Gruppe darüber, dass sich der Kinder- und Jugendbuchautor Stefan Gemmel für sie Zeit genommen hatte: Kurzweilig und spannend erzählt er von seinen Erfahrungen, als er ein Jahr lang ein Anti-Gewalt-Training für jugendliche Straftäter begleitet hatte. Wie überhaupt jugendliche Gewalt entsteht und welche Umgangsmöglichkeiten und Auswege es gibt, das konnte Stefan Gemmel der Pilgergruppe mit Übungen und Anregungen gut vor Augen führen. Nachdenklich und voller Eindrücke verabschiedete sich die Gruppe voneinander und war sich einig: „einfach.zusammen.gehen“: ein echt spannendes Firm-Projekt!

Danke für die gute Zeit und für die Weitsicht!

So schnell kann es gehen und plötzlich ist der letzte Arbeitstag für mich als Pastoralassistentin im Dekanat Maifeld-Untermosel gekommen. Ein Jahr, bunt gefüllt wie ein Blumenstrauß, mit vielen guten Erfahrungen und Momenten liegt nun hinter mir:
Zusammen mit Firmlingen habe ich den Calmont erklettert; mit engagierten Frauen habe ich auf drängende Umweltthemen aufmerksam gemacht; in der Predigt durfte ich über Lebens- und Glaubenserfahrungen sprechen; und auf einem Musikfestival bin ich, spät abends auf Sitzsäcken im bunten Lichterkettenlicht, mit jungen Leuten über ihre Fragen, Hoffnungen und Lebensziele ins Gespräch gekommen.
Der Kontakt mit den unterschiedlichsten Menschen hier auf dem Maifeld und an der Untermosel, das zusammen Unterwegssein und Ideenspinnen und das lebendige Gestalten von Kirche anhand der Themen der Menschen vor Ort – das alles hat das Jahr für mich zu einer ganz spannenden und prägenden Zeit werden lassen. Dafür möchte ich mich herzlichst bedanken!

Zu einem Sinnbild für meinen beruflichen Weg in diesem, meinem ersten der insgesamt drei Ausbildungsjahre zur Pastoralreferentin, ist mir dabei der Aufstieg auf die Münstermaifelder Stiftskirche geworden. Obwohl nicht ganz schwindelfrei, habe ich den Aufstieg gemeinsam mit helfenden Händen geschafft. Zwar in kleinen Schritten und mit Pausen. Und doch stand ich am Ende oben und wurde mit einer wunderbaren Weitsicht überrascht, beschenkt und bestärkt.

Mutig, offen und neugierig sein; Grenzen überwinden; mitgehende und haltgebende Menschen; weite Blicke und Aussichten; ein Sich-locken-und-überaschen-lassen vom Neuen und Unbekannten – solche Aufstiege wünsche ich auch Ihnen auf dem Maifeld und an der Untermosel. In ihren Alltag, bei dem, was Sie im Leben antreibt und erfüllt, in ihrem Einsatz für die Kirche und ein gutes menschliches Miteinander vor Ort.

Ihre Madeleine Schneider

59. Familientag „durch das wilde Nettetal“

Es war teilweise so wild, dass viele Teilnehmer nicht glauben wollten, dass die Routenführung so beabsichtigt war. Das Team um Pastoralreferent Ansgar Feld hatte zwar zusätzlich eine bequeme Route als Alternative angeboten, aber die meisten ließen sich doch von den Abenteuerverheißungen anstecken. „Wenn einige Teilnehmer manche Passagen ohne Hilfe nicht schaffen können, entsteht echte Solidarität und Hilfsbereitschaft, auch unter den Kindern. Ich finde das toll.“, so Ansgar Feld.

Für alle war dieser 59. Familientag des Dekanates Maifeld-Untermosel in Zusammenarbeit mit der Familienbildungsstätte Mayen eine erlebnisreiche Radwanderung durch eine wunderschöne Natur bei herrlichem Wetter.

Man traf sich morgens am alten Bahnhof von Kerben, fuhr die alte Bahnlinie entlang Richtung Ochtendung und bog dann an der Schrecklay vorbei ins Nettetal hinunter. Sonja Hochhausen führte diejenigen, die es lieber angenehmer wollten, zur Ruitscher Mühle, wo nach einiger Zeit auch die Abenteurer eintrafen und sich beim gemeinsamen Mittagessen erholten oder sich in der Nette abkühlten.

Die ganze Strecke über richtete Marion Schopp Getränkestationen ein, während Ramona Reichelt die Rolle des Besenwagens übernahm. Aber alles verlief glimpflich, platte Reifen waren schnell repariert und Stürze schnell verheilt.

So wanderte der Tross unterhalb von Welling und Trimbs entlang nach Hausen zurück auf die alte Bahnlinie, die nun über ein Viadukt und durch zwei Tunnel führte. In Nettesürsch wurde bei Kaffee und Kuchen die gemeinsame Zeit beendet. Es sei ein wunderschöner, großartiger Tag gewesen, dankten die Teilnehmer. Auch die Logistik wurde von dem neuen Orga-Team der Familientage sehr gut geleistet.