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AKTUELLES

Jugendliche pilgern auf dem Calmont Klettersteig nach Bullay

22 Kilometer, 900 Höhenmeter, goldgelbe Farben

„Boah, was für eine Aussicht!“ freuten sich die Jugendlichen, als sie die Moselschleife von oben bestaunten – nach anstrengender Steigung mit vollem Gepäck: Firmbewerber aus dem Dekanat Maifeld-Untermosel hatten sich auf den Weg nach Bullay gemacht. Sie hatten sich als Gruppe das Thema „Unsere Zukunft“ ausgesucht. Das wurde buchstäblich erfahrbar: „Man hat noch so die letzte Woche voll im Kopf“ meinte einer der Jugendlichen. Aber nach und nach ging der Blick nach vorne, auf den Weg, in die tollen Weinberge, die in allen bunten Herbstfarben leuchten, in die Zukunft.  „Die Gespräche unterwegs fand ich gut.

Und die Aussicht war echt toll.“ fand ein Teilnehmer: „Es war zwar schon anstrengend! Wir mussten ja über drei Berge rüber – aber wir hatten Spaß zusammen!“ „Das hat man gemerkt – die Gruppe war echt super drauf!“ meinte Tobias Hastenteufel, der als Ehrenamtlicher mit Mareike Bönig und

Pastoralreferentin Elisabeth Zenner zum Firm-Projekt-Team gehört.

Entsprechend glücklich und erschöpft kam die Gruppe nach 22 Kilometern und knapp 900 Höhenmetern hoch oben an der Marienburg in Bullay an.Mit einem Fuß-Segen in die Zukunft verabschiedete sich das Firm-Projekt-Team am nächsten Tag von der Gruppe  und war sich einig: „einfach.zusammen.gehen“: ein echt gutes Firm-Projekt!

66. Vater-Kind-Aktion

Abenteuer mit Rad und Eisenbahn

„Ein toller Tag und eine phantastische Strecke.“ Die über 160 Väter und Kinder waren von der 66. Vater-Kind-Aktion begeistert. Lediglich ein Vater hielt die Strecke für zu abenteuerlich. Diese 66. Vater-Kind-Aktion war gleichzeitig eine Wiederholung der ersten Vater-Kind-Aktion vor 20 Jahren. Und wieder gab es Probleme beim Mittagessen: Das Essen war da, Teller und Löffel aber nicht. So musste wie damals improvisiert werden, was der Stimmung aber keinen Abbruch tat.

Ansonsten klappte alles reibungslos, vielleicht zu reibungslos: Manche Teilnehmer fuhren am Donnerloch, einer germanischen Kultstätte mit vielen Wasserfällen, einfach vorbei, versehentlich.

Begonnen hatte alles morgens in Münstermaifeld. Nach einer kurzen Einführung ging es dann über die Felder hinunter in das romantische Schrumpfbachtal. In Hatzenport an der Mosel wurden die Räder auf LKWs verladen; Kinder und Väter fuhren Zug: Die Mosel hinab, den Rhein hinauf, und schließlich rauf durch das Mörderbachtal, eine der steilsten und schönsten Bahnlinien Deutschlands.

Oben in Buchholz warteten bereits die Fahrräder, voller Erwartungen ging es nun los: Anfangs ins Ehrbachtal, dann ins einsame, wildromantische Brodenbachtal mit einigen Bachdurchfahrten, die alle problemlos bewältigt wurden. Mitten im Wald wurde es plötzlich wärmer, und man war unvermittelt in Brodenbach an der Mosel. Hier warteten die LKWs und der Bus, um alle wohlbehalten zurück nach Münstermaifeld zu bringen.

Das Team um Pastoralreferent Ansgar Feld hatte die ganze Strecke über Verpflegungs- und Getränkestationen eingerichtet. Außerdem wurde der Tross fast immer von einem geländegängigen Besenwagen begleitet. Pannen wurden schnell repariert. Und als einem Kind die Kette unreparierbar gerissen war, gab ein anderes Kind diesem sein Rad, weil es plötzlich lieber zur Mama abgeholt und nicht mehr mitfahren wollte. Kurioserweise das Kind, dessen Vater später die damals noch vor ihm liegende Strecke für zu gefährlich hielt.

Dank gilt den Firmen Die Lohners, Griesson de Beukelaer und Scheidterhof für die kulinarische Ünterstützung, den Firmen Getränke Schäfer, VW-Nutzfahrzeuge und Wi-Solar für die Fahrradtransporte und der Firma Transdev SE dafür, dass sie einen zweiten Triebwagen an die Hunsrückbahn angehängt hatte.

Die Vater-Kind-Aktionen werden vom Dekanat Maifeld-Untermosel in Zusammenarbeit mit der Familienbildungsstätte getragen und von Pastoralreferent Ansgar Feld und seinem Team geplant und durchgeführt. Die Ideen könnten unterschiedlicher und verrückter kaum sein.: Die nächste Vater-Kind-Aktion trägt den Titel „Monster“ und wird am im Polcher Forum stattfinden. Dort werden Väter und Kinder Monster aus Plastikfolie bauen. Riesige Monster. Durchaus über zehn Meter lang und/oder hoch. Und wenn dann nach dem Prinzip einer umgedrehten Hüpfburg die Luft aus der Halle gesaugt wird, - dann werden diese Monster anfangen sich zu bewegen und aufzurichten. Wie im richtigen Leben: Wenn die Tür aufgeht, fallen sie zu Boden (Druckausgleich). Aber wehe, die Tür geht dann wieder zu…

FrauenWortGottesdienst am Bleidenberg

Ein besonderer Gottesdienst an einem besonderen Ort

Das eigene Spiegelbild schimmert im selbstgebauten Kirchenfenster. Ruhige Klaviermusik begleitet die Gottesdienstteilnehmerinnen durch den alten Kirchraum einzeln nach vorne, wo sie sich im Kirchenfenster betrachten können. Das Fenster ist mit einem Spiegel versehen. „Es geht uns darum, uns mit den Augen Gottes zu betrachten: Als würdevolle Frau, als starke Frau, als mutige Frau, als wichtiger Mensch!“, so Helene Gersabeck aus dem kfd Vorstand Maifeld-Untermosel, die den FrauenWortGottesdienst mit initiiert und vorbereitet hat. 

Zu dem besonderen Gottesdienst an einem besonderen Ort, der Wallfahrtskirche auf dem Bleidenberg hoch über der Mosel, hatten die kfd Frauen aus dem Dekanat Maifeld-Untermosel eingeladen. Über 100 Frauen und Männer aus allen Orten des Dekanates fanden den Weg dorthin. Unter der Überschrift „Selbst-verständlich feiern Frauen Gottesdienst“ wurden Frauen aus dem Alten und Neuen Testament  beleuchtet: Abigail und Phoebe, die schon zu ihrer Zeit selbst-verständlich als Beraterinnen bzw. Apostelinnen gelebt haben. Auch kamen Texte einer mutigen Frau aus der heutigen Zeit zu Wort: Jaqueline Straub, die sich seit frühester Jugend zur katholischen Priesterin berufen fühlt. Für jede dieser Frauen stand symbolisch ein selbst gestaltetes Kirchenfenster bereit.

„Es hat gut getan, gemeinsam mit so vielen die Sehnsucht zu teilen, dass Vielfalt als Bereicherung erfahren wird. Und dass es möglich ist, sich auf Augenhöhe und partnerschaftlich ins Leben der Kirche einzubringen. Und die Hoffnung auszudrücken, qualifizierte Frauen in alle kirchlichen Ämter zu berufen, damit Verantwortung nicht ans Geschlecht oder an die Lebensform, sondern an die Begabung und Berufung geknüpft ist.“ so eine Mitarbeiterin aus dem Vorbereitungskreis.

Im Anschluss an den Gottesdienst unterstützten viele Frauen mit ihrer Unterschrift die Aktion der kfd für Gleichberechtigung und die Zulassung von Frauen zu allen Ämtern in der Kirche. Die gesammelten Unterschiften werden der Bischofskonferenz übergeben.

Der Gesang des Chores Erdentöne-Himmelsklang breitet sich wohltuend in dem schönen Kirchraum aus und untermalte die Texte und Gebete. „Gemeinsam ist es schöner“ sangen alle in Gedanken an die Zukunft der Kirche. Beschwingt und gut gelaunt blieben nach dem Gottesdienst noch viele bei Wein oder Wasser und in guten Gespräch zusammen. Der nächste Frauengottesdienst wird am 25. November stattfinden. Hierzu lädt die ökumenische Vorbereitungsgruppe rechtzeitig ein. Nähere Infos unter http://www.maifeld-untermosel.kfd-trier.de/aktuelles/ .

Abschied von Pastoralassistentin Vivian Lion

Oh, du zauberhaftes Maifeld!

Wie schnell so ein Jahr vorübergehen kann. Letzten September habe ich meine Ausbildung zur Pastoralreferentin begonnen und durfte mein erstes Jahr im schönen Dekanat Maifeld-Untermosel verbringen. Was hätte mir Besseres passieren können?

Der goldene Herbst 2018 war vor allem im Maifeld und an der Untermosel ein wahres Naturspektakel. Ich sah die schönsten Sonnenauf- und untergänge und freute mich jedes Mal über den Weitblick, der mir geboten wurde. Bei so einer schönen Umgebung fiel es mir nicht schwer, mich wohlzufühlen und einzuleben. Nicht zuletzt auch deswegen, weil mein Kollege Ansgar Feld und Bürohund Ronko mit mir viele geheimnisvolle und wunderbare Orte zeigten. Der Zauberwald des ersten Familientages, den ich miterleben durfte, hat es mir noch lange angetan. Dazu trug auch das Team des Familientags bei. Danke liebe Mari, Sonja und Ramona, lieber Ansgar, dass ihr mir so schnell ein Stück neue Heimat geschenkt habt.

Die sich in der Mosel spiegelnde Landschaft werde ich immer mit einem meiner ersten Gottesdienste verbinden, nämlich „Nein zu Gewalt an Mädchen und Frauen“ in Kattenes. Eine Gruppe Frauen, die jedes Jahr einen ökumenischen Gottesdienst gestaltet und die mich sofort herzlich aufnahm. Manche dieser Frauen begegneten mir weiterhin in der Frauenarbeit: beim Weltgebetstag, bei Planung von Gottesdiensten und beim Kämpfen für eine geschlechtergerechte Kirche. Liebe Frauen, die ihr mich über das Jahr begleitet habt: Ihr seid das, was Zukunft der Kirche ausmacht. Ihr macht Mut, gebt Hoffnung und Kraft. Vergesst nicht, was ihr alles könnt, was eure Gaben und Fähigkeiten sind. Und vergesst vor allem mich nicht.

Ich könnte nun noch viele andere Dinge aufzählen, die ich in diesem Jahr erlebt habe. Das Pilgern mit den Firmlingen auf dem Calmont; das „einfach.zusammen.reden“ mit lieben Leuten; das Predigen, das mir oft leicht und manchmal schwer fiel; das Unterrichten in der Schule; die Demonstration für mehr Menschlichkeit durch Kobern und vieles mehr.

Aber wichtiger sind die Menschen, die ich damit verbinde. Die Menschen, die ihren Balast miteinander teilen; die Menschen, die sich einlassen; die Menschen, mit denen man sich locker im Dönerladen trifft; und vor allem die Menschen, mit denen man lachen kann.

Ich denke da an gute Kolleginnen und Kollegen wie Angela, Renate und Rudolph, aber vor allem an mein wunderbares Dekanatsteam. Liebe Elisabeth, liebe Marion, lieber Werner, lieber Ansgar, lieber Jörg: Danke, dass ihr mich vom ersten Tag an herzlich aufgenommen habt! Wir haben zusammen diskutiert, gelacht, gegessen. Reflektiert, uns Gedanken gemacht, Befindlichkeiten ausgetauscht. Immer ehrlich, immer konstruktiv, immer wertschätzend. Von jedem von euch habe ich viel gelernt und konnte jederzeit meine Fragen stellen. Ihr seid ein tolles Team!

Wenn ich nun auf dieses Jahr zurückblicke und an den Zauber denke, an die Höhen und Tiefen, an das Lachen und auch das Weinen, dann denke ich auch an Elisabeth. Sie war mir Mentorin, Kollegin und manchmal auch Mutter. Aber vor allem kann ich sagen, dass ich in ihre eine Freundin gefunden habe, mit der man den Zauber, den man erlebt teilen kann, aber auch all das, was an den Nerven nagt, was erdrückt und belastet.

Während ich also nun an meinem neuen Schreibtisch sitze und in den Startlöchern für meine neue Arbeitsstelle stehe, möchte ich Danke sagen. Allen, die ich kennenlernen durfte. Ob es nun eine kurze oberflächliche Begegnung war oder ein intensives Miteinanderarbeiten. Es war mir die größte Ehre, im Dekanat Maifeld-Untermosel lernen zu dürfen und ein Jahr meines Lebens dort zu verbringen.

Mit den besten Segensgrüßen aus Remagen
Vivian Lion

70 Kleidersäcke für ein Jahr Schulbildung

Boliviensammlung im Dekanat Maifeld-Untermosel

Kleidersäcke fliegen von Hand zu Hand. Die vollen Anhänger werden schnell leer geräumt und die Container voll. Die Stimmung ist gut. Man freut sich, den ein oder anderen Bekannten wieder zu treffen. Das alles für einen guten Zweck: die Boliviensammlung des BDKJ, der Katholischen Jugend im Bistum Trier.

Die rund 200 Helferinnen und Helfer unterstützen zusammen mit den Spendern Projekte der Bolivienpartnerschaft des Bistums Trier. Neben Projekten in der Jugendpastoral in Bolivien wird mit Hilfe der Bolivienkleidersammlung die Stiftung „Solidarität und Freundschaft Chuquisaca – Trier“ unterstützt. Diese unterhält über 40 Zentren in Boliviens, in denen rund 2.000 Jugendliche aus dem ländlichen Raum eine Ausbildung erhalten.

Damit in Bolivien ein Kind oder ein Jugendlicher ein Jahr lang die Schule besuchen kann, sind – im Rahmen der Boliviensammlung des Bistums Trier – rund 725 kg gebrauchte Kleidung nötig. Das sind ca. 70 gut gefüllte Säcke. Und davon sind einige Hunderte zusammengekommen bei der Boliviensammlung am Samstag, den 15. Juni. Dank vieler engagierter Helferinnen und Helfer, die tatkräftig an den Verladeorten Polch und Kobern-Gondorf bei der Sache waren.

Die Container mit der Altkleidung wurden gleich am Nachmittag zur Sortierfirma Striebel Textil weiter gefahren. Dort werden sie in den nächsten Wochen sortiert und je nach Qualität recycelt und weiter verkauft. Der Bolivienpartnerschaft ist wichtig, dass die gespendeten Kleider unter dem Siegel „Fairwertung“ verwertet werden. Das garantiert eine transparente und gemeinnützige Sammlung, sowie Umweltschutz und Kontrolle. Mehr dazu unter www.fairwertung.de

Herzlichen Dank den Spender*innen, den Tütenverteiler*innen, den Kleidersäckesammler*innen und denen, die ihre Traktoren oder andere Fahrzeuge eingesetzt haben!

Und: Wir sammeln wieder im Mai 2020. Spende Kleidung. Schenke Bildung.

Nähere Infos bei Pastoralreferentin elisabeth.zenner(at)bistum-trier.de oder bei www.ju-mu.com

Von Null auf Hundert!

In 72 Stunden die Welt ein bisschen besser gemacht

„Cool war, dass wir ein Projekt von Null auf Hundert auf die Beine gestellt haben! Und das in so kurzer Zeit!“ meinte ein Teilnehmer der 72-Stunden-Aktionsgruppe der KaJu-KLJB Polch.

Insgesamt drei Aktionsgruppen waren im Dekanat Maifeld-Untermosel an der bundesweiten Aktion beteiligt. Sie haben den Wettlauf gegen die Zeit geschafft und in 72 Stunden die Welt ein kleines Stückchen besser gemacht: Unter dem Motto „“Euch schickt der Himmel“ führten sie soziale Projekte durch: die Polcher Aktionsgruppe hat sich mit dem Thema „Müll“ beschäftigt, selbst Müll gesammelt und daraus ein Kunstwerk und einen Escape-Room gebaut. Dieser kann nun in Polch besucht werden von allen, die Spaß am Rätseln und an einer Team-Aktion haben. Die Maifeld-Scouts haben den Bur Münstermaifeld verschönert: mit einer Boule-Bahn, einem tollen Insekenhotel, Nistkästen, neuen Wegen, einem neuen Pavillon und mit einer Vorrichtung für ein Badminton Netz. Die Kaju-KLJB Ochtendung erhielt den Auftrag, ein Repair-Café auf die Beine stellen und Upcycling-Produkte zu verkaufen, wobei der Erlös an eine Einrichtung vor Ort gespendet wird.

So unterschiedlich die Projekte auch waren, eines war ihnen gemeinsam: die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen hatten Spaß zusammen! „Ich fand es super, dass wir zu einer Gemeinschaft wurden. Und dass jeder das machen konnte, was er gut kann“, fasste es ein Teilnehmer gut zusammen.„Mich freut es jedes Mal, zu sehen, will alle voneinander lernen können und wie stark die Unterstützung und Ermutigung von der Bevölkerung ist“, freut sich Elisabeth Zenner, die als Mitglied des Koordinierungskreises Koblenz die Aktion unterstützt hat.

Bundesweit waren es 85.000 Kinder und Jugendliche und insgesamt rund 160.000 Beteiligte, die die Aktion wieder zur größten Sozialaktion in Deutschland machten. Wer Fragen zur Aktion hat, kann sich gerne melden bei den jeweiligen Aktionsgruppen oder bei Elisabeth.Zenner(at)bistum-trier.de, 02605-96278-12.

"Wir sind bunt - hier im Land"

Fröhlich - Ernste Aktion in Kobern und auf der Moselgoldbrücke

"Wir sind bunt, hier im Land – und wir gehen, Hand in Hand"

unter diesem Motto haben sich etwa 70 Personen am 8. Mai vom Schulhof der Realschule Plus in Kobern zur Moselgoldbrücke bewegt und für einen freundlichen Umgang im Miteinander geworben. Ein Bündnis aus der Realschule Plus, dem Dekanat Maifeld-Untermosel, der Evangelischen Jugendarbeit Winningen, den Dieblicher Pfadfindern Die Treverer, dem Kreisjugendring und dem Bündnis für Topleranz und Demokratie hatte eingeladen zur Menschenkette über die Brücke. Dieser Einladung sind trotz schlechter Wetterlage viele gefolgt. Der Abschluss mit dem Konzert der Gruppe Schokoladensaite und der Liedermacherin Thora Pindus fand im Rittersaal der Ortsgemeinde Kobern statt.

Der Start begann in der Realschule Plus mit einem Theaterstück von Schüler/innen über Rassismus, Mobbing und Gewalt und dessen Überwindung. Unter großem Applaus und sogar mit Szenenapplaus thematisierte die Theatertruppe das Märchen "Rotkäppchen und der Wolf" mit umgekehrtem Vorzeichen. Regie und Choreografie dienten der mutigen Auseinandersetzung mit rassistischen Vorurteilen und zielte auf Toleranz und Integration. Letztlich geht es um einen gegenseitigen Lernprozeß. Unterstrichen wurde das mit dem Grußwort von Seiten der Schule und dem einleitenden Friedenslied von Nicole Mercier, Liedermacherin und Lehrerin an der Schule.

Werner Huffer-Kilian betonte in seiner Eingangsrede, dass es nichts Politischeres gibt als das Miteinander zu organisieren – auf Augenhöhe, als das gemeinsame Gestalten von Gemeinschaft und Gesellschaft. Gerade am 8./9. Mai auf die Strasse zu gehen im Gedenken an den Tag der Befreiung vom deutschen Nationalsozialismus, der 50 Millionen Menschen das Leben gekostet hat, ehrt die Opfer. "Das war ein Zivilisationsbruch ohnegleichen in der Geschichte der Menschen. Wir gedenken dieser Menschenopfer. Sagen NIE WIEDER, und auch dafür gehen wir Hand in Hand", sagte der Pastoralreferent.

Anschließend ging die Gruppe zur Moselgoldbrücke. Schilder mit dem Motto "Hand in Hand" und  dem Plakat "Wir sind bunt- World is a family" wurden hoch gehalten. Symbolisch wurde die  Brücke zum mitmenschlichen Umgang Hand in Hand "überbrückt". Viele Vorbeifahrende begrüßten mit großem Wohlwollen die Anliegen der Marschierenden und machten "Daumen hoch".

Die Abschußkundgebung fand dann im Rittersaal der Ortsgemeinde Kobern statt, zu der auch Bürgermeister Michael Dötsch sich einfand. Die Band "Schokoladensaite" aus Kastellaun spielte bewegt auf und begeisterte die Zuhörenden mit eigenen Texten und Songs.

Poetry Slam zum Thema Menschenrechte wurde von einer Schülerin vorgetragen und ein Gedicht, vorgetragen von jungen Erwachsenen, der "Song oh Uhuru" aus Afrika, erinnerte an die "Wiege der Menschheit". Elisabeth Zenner, Pastoralreferentin des Dekanates konnte die Liedermacherin aus Mayen, Thora Pindus, begrüßen, die selbst aktiv in der Flüchtlingshilfe in Griechenland Erfahrungen gesammelt hat. Diese und andere persönliche Erlebnisse hat sie in berührende Lieder gepackt.

"Es gibt keine menschlichen Rassen, sondern nur andere Menschen. Rassismus möchte andere klein machen, um sich über diese zu erheben. Das haben wir nicht nötig. Das brauchen wir nicht, weg damit," mit diesen Worten schloß Werner Huffer-Kilian die Veranstaltung "Hand in Hand für Menschlichkeit".