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AKTUELLES

"Man lernt nie aus"

Bildhauerworkshop begeisterte

Dekanat Maifeld-Untermosel
„Man lernt nie aus.“ Anfänger und alte Bekannte kamen im Anwesen von Peter Hänig in Münstermaifeld-Keldung zusammen, um in die Welt der Bildhauerei einzusteigen.

Das Faszinierende daran ist, dass man das, was man herstellen will, nicht sieht. Es entsteht erst, indem man immer mehr Material von einem Steinblock wegschlägt. Dabei stößt die eigene Vorstellungskraft immer wieder an Grenzen

Hinzu kommt die ständige Gefahr, dass man zu viel oder das Falsche weg schlägt.

Aber genau das macht Spaß. Die permanente Spannung. Und das Erleben, dass man lernt. Immer mehr. Immer besser wird. Und das alles in kurzer Zeit.

In zwei Tagen hatten fast alle Teilnehmer ihr Werk vollendet. Ein schönes, stolzes Gefühl.

Die Hilfsbereitschaft, Geduld und die vielen Tipps und Tricks von Bildhauer Peter Hänig hatten gut getan und geholfen.

Unter den Teilnehmern war eine angenehme Atmosphäre und Vertrautheit entstanden, denn obwohl jeder sein eigenes Objekt verwirklichte, hatten doch alle dieselben Erfahrungen gemacht. So ging ein außergewöhnliches, sehr schönes und lehrreiches Wochenende vorbei.

Wer solche Erfahrungen auch mal erleben möchte, hat dazu am 27./28. Juli oder am 7./9. September 2019 jeweils von 10:00 bis ca. 17:00 Uhr die Gelegenheit. Das Ganze kostet € 30,- pro Tag und Teilnehmer. In den Kosten sind Verpflegung, Getränke, Material und Werkzeug enthalten.

Anmeldung und weitere Informationen bei Pastoralreferent Ansgar Feld, Tel.: 0171 / 57 93 195; Mail: ansgar.feld@bgv-trier.de

70 Kleidersäcke für ein Jahr Schulbildung

Boliviensammlung im Dekanat Maifeld-Untermosel

Kleidersäcke fliegen von Hand zu Hand. Die vollen Anhänger werden schnell leer geräumt und die Container voll. Die Stimmung ist gut. Man freut sich, den ein oder anderen Bekannten wieder zu treffen. Das alles für einen guten Zweck: die Boliviensammlung des BDKJ, der Katholischen Jugend im Bistum Trier.

Die rund 200 Helferinnen und Helfer unterstützen zusammen mit den Spendern Projekte der Bolivienpartnerschaft des Bistums Trier. Neben Projekten in der Jugendpastoral in Bolivien wird mit Hilfe der Bolivienkleidersammlung die Stiftung „Solidarität und Freundschaft Chuquisaca – Trier“ unterstützt. Diese unterhält über 40 Zentren in Boliviens, in denen rund 2.000 Jugendliche aus dem ländlichen Raum eine Ausbildung erhalten.

Damit in Bolivien ein Kind oder ein Jugendlicher ein Jahr lang die Schule besuchen kann, sind – im Rahmen der Boliviensammlung des Bistums Trier – rund 725 kg gebrauchte Kleidung nötig. Das sind ca. 70 gut gefüllte Säcke. Und davon sind einige Hunderte zusammengekommen bei der Boliviensammlung am Samstag, den 15. Juni. Dank vieler engagierter Helferinnen und Helfer, die tatkräftig an den Verladeorten Polch und Kobern-Gondorf bei der Sache waren.

Die Container mit der Altkleidung wurden gleich am Nachmittag zur Sortierfirma Striebel Textil weiter gefahren. Dort werden sie in den nächsten Wochen sortiert und je nach Qualität recycelt und weiter verkauft. Der Bolivienpartnerschaft ist wichtig, dass die gespendeten Kleider unter dem Siegel „Fairwertung“ verwertet werden. Das garantiert eine transparente und gemeinnützige Sammlung, sowie Umweltschutz und Kontrolle. Mehr dazu unter www.fairwertung.de

Herzlichen Dank den Spender*innen, den Tütenverteiler*innen, den Kleidersäckesammler*innen und denen, die ihre Traktoren oder andere Fahrzeuge eingesetzt haben!

Und: Wir sammeln wieder im Mai 2020. Spende Kleidung. Schenke Bildung.

Nähere Infos bei Pastoralreferentin elisabeth.zenner(at)bistum-trier.de oder bei www.ju-mu.com

Von Null auf Hundert!

In 72 Stunden die Welt ein bisschen besser gemacht

„Cool war, dass wir ein Projekt von Null auf Hundert auf die Beine gestellt haben! Und das in so kurzer Zeit!“ meinte ein Teilnehmer der 72-Stunden-Aktionsgruppe der KaJu-KLJB Polch.

Insgesamt drei Aktionsgruppen waren im Dekanat Maifeld-Untermosel an der bundesweiten Aktion beteiligt. Sie haben den Wettlauf gegen die Zeit geschafft und in 72 Stunden die Welt ein kleines Stückchen besser gemacht: Unter dem Motto „“Euch schickt der Himmel“ führten sie soziale Projekte durch: die Polcher Aktionsgruppe hat sich mit dem Thema „Müll“ beschäftigt, selbst Müll gesammelt und daraus ein Kunstwerk und einen Escape-Room gebaut. Dieser kann nun in Polch besucht werden von allen, die Spaß am Rätseln und an einer Team-Aktion haben. Die Maifeld-Scouts haben den Bur Münstermaifeld verschönert: mit einer Boule-Bahn, einem tollen Insekenhotel, Nistkästen, neuen Wegen, einem neuen Pavillon und mit einer Vorrichtung für ein Badminton Netz. Die Kaju-KLJB Ochtendung erhielt den Auftrag, ein Repair-Café auf die Beine stellen und Upcycling-Produkte zu verkaufen, wobei der Erlös an eine Einrichtung vor Ort gespendet wird.

So unterschiedlich die Projekte auch waren, eines war ihnen gemeinsam: die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen hatten Spaß zusammen! „Ich fand es super, dass wir zu einer Gemeinschaft wurden. Und dass jeder das machen konnte, was er gut kann“, fasste es ein Teilnehmer gut zusammen.„Mich freut es jedes Mal, zu sehen, will alle voneinander lernen können und wie stark die Unterstützung und Ermutigung von der Bevölkerung ist“, freut sich Elisabeth Zenner, die als Mitglied des Koordinierungskreises Koblenz die Aktion unterstützt hat.

Bundesweit waren es 85.000 Kinder und Jugendliche und insgesamt rund 160.000 Beteiligte, die die Aktion wieder zur größten Sozialaktion in Deutschland machten. Wer Fragen zur Aktion hat, kann sich gerne melden bei den jeweiligen Aktionsgruppen oder bei Elisabeth.Zenner(at)bistum-trier.de, 02605-96278-12.

"Wir sind bunt - hier im Land"

Fröhlich - Ernste Aktion in Kobern und auf der Moselgoldbrücke

"Wir sind bunt, hier im Land – und wir gehen, Hand in Hand"

unter diesem Motto haben sich etwa 70 Personen am 8. Mai vom Schulhof der Realschule Plus in Kobern zur Moselgoldbrücke bewegt und für einen freundlichen Umgang im Miteinander geworben. Ein Bündnis aus der Realschule Plus, dem Dekanat Maifeld-Untermosel, der Evangelischen Jugendarbeit Winningen, den Dieblicher Pfadfindern Die Treverer, dem Kreisjugendring und dem Bündnis für Topleranz und Demokratie hatte eingeladen zur Menschenkette über die Brücke. Dieser Einladung sind trotz schlechter Wetterlage viele gefolgt. Der Abschluss mit dem Konzert der Gruppe Schokoladensaite und der Liedermacherin Thora Pindus fand im Rittersaal der Ortsgemeinde Kobern statt.

Der Start begann in der Realschule Plus mit einem Theaterstück von Schüler/innen über Rassismus, Mobbing und Gewalt und dessen Überwindung. Unter großem Applaus und sogar mit Szenenapplaus thematisierte die Theatertruppe das Märchen "Rotkäppchen und der Wolf" mit umgekehrtem Vorzeichen. Regie und Choreografie dienten der mutigen Auseinandersetzung mit rassistischen Vorurteilen und zielte auf Toleranz und Integration. Letztlich geht es um einen gegenseitigen Lernprozeß. Unterstrichen wurde das mit dem Grußwort von Seiten der Schule und dem einleitenden Friedenslied von Nicole Mercier, Liedermacherin und Lehrerin an der Schule.

Werner Huffer-Kilian betonte in seiner Eingangsrede, dass es nichts Politischeres gibt als das Miteinander zu organisieren – auf Augenhöhe, als das gemeinsame Gestalten von Gemeinschaft und Gesellschaft. Gerade am 8./9. Mai auf die Strasse zu gehen im Gedenken an den Tag der Befreiung vom deutschen Nationalsozialismus, der 50 Millionen Menschen das Leben gekostet hat, ehrt die Opfer. "Das war ein Zivilisationsbruch ohnegleichen in der Geschichte der Menschen. Wir gedenken dieser Menschenopfer. Sagen NIE WIEDER, und auch dafür gehen wir Hand in Hand", sagte der Pastoralreferent.

Anschließend ging die Gruppe zur Moselgoldbrücke. Schilder mit dem Motto "Hand in Hand" und  dem Plakat "Wir sind bunt- World is a family" wurden hoch gehalten. Symbolisch wurde die  Brücke zum mitmenschlichen Umgang Hand in Hand "überbrückt". Viele Vorbeifahrende begrüßten mit großem Wohlwollen die Anliegen der Marschierenden und machten "Daumen hoch".

Die Abschußkundgebung fand dann im Rittersaal der Ortsgemeinde Kobern statt, zu der auch Bürgermeister Michael Dötsch sich einfand. Die Band "Schokoladensaite" aus Kastellaun spielte bewegt auf und begeisterte die Zuhörenden mit eigenen Texten und Songs.

Poetry Slam zum Thema Menschenrechte wurde von einer Schülerin vorgetragen und ein Gedicht, vorgetragen von jungen Erwachsenen, der "Song oh Uhuru" aus Afrika, erinnerte an die "Wiege der Menschheit". Elisabeth Zenner, Pastoralreferentin des Dekanates konnte die Liedermacherin aus Mayen, Thora Pindus, begrüßen, die selbst aktiv in der Flüchtlingshilfe in Griechenland Erfahrungen gesammelt hat. Diese und andere persönliche Erlebnisse hat sie in berührende Lieder gepackt.

"Es gibt keine menschlichen Rassen, sondern nur andere Menschen. Rassismus möchte andere klein machen, um sich über diese zu erheben. Das haben wir nicht nötig. Das brauchen wir nicht, weg damit," mit diesen Worten schloß Werner Huffer-Kilian die Veranstaltung "Hand in Hand für Menschlichkeit".

Steil gehen -

Sonnenschein und Wein

„Puh, ganz schön anstrengend…!“ tönte ein junger Mann beim Anstieg in den Hängen des Calmont Klettersteiges. Die Anstrengung wurde mit herrlichsten Aussichten vom Gipfelkreuz aus belohnt. Eine Gruppe junger Erwachsener waren einen Tag lang am Calmont, dem steilsten Weinberg Europas, miteinander unterwegs. Sie folgten der Einladung von „Ansprech-Bar“: einer Initiative katholischer und evangelischer Seelsorger/innen rund um Koblenz, die es sich zur Aufgabe machen, neue Räume für Gemeinschafts- und Glaubenserfahrungen für Menschen in den 20ern und 30ern zu eröffnen.

Dies wurde für die Gruppe erfahrbar: Gemeinschaft  sein bei Gesprächen während dem Gehen. Spüren, dass andere Menschen mit ähnlichen Herausforderungen das Leben beschreiten. Hören, wie andere zum Glauben stehen. Diskutieren, ob das nun Kultur ist oder Spiritualität: die Marienkapelle, die die Gruppe auf dem Weg passierte. Aber auch die schönen, banalen Dinge des Alltags in der herrlichen Natur nochmal ganz besonders zusammen genießen: die Brotzeit am Berggipfel und der leckere Wein unterwegs an schönen Punkten. Zufrieden verabschiedete sich die Gruppe am Abend voneinander - und verabrede sich zur nächsten Veranstaltung von „Ansprech-Bar“. Infos und Anmeldung zu weiteren Treffpunkten auf www.ansprech-bar.de oder bei Pastoralreferentin Elisabeth Zenner, elisabeth.zenner(at)bistum-trier.de, 02605-96278-12.

130 Interessierte folgen der Einladung nach Kobern

Informationsabend zur Gestalt der „Pfarrei der Zukunft“

Ist die „Pfarrei der Zukunft“ (PdZ), die aus den bisherigen Pfarreien unseres Dekanates Maifeld-Untermosel entstehen soll, eine Chance? … oder doch der Untergang von Kirche, wie viele befürchten? Führt die große Einheit zum Rückzug des Personals aus der Fläche? Und wie kann in einer so großen Einheit Seelsorge nah am Menschen möglich sein?

Dechant Schuh ging auf diese und ähnliche Fragen am 5. November in Kobern ein und erläuterte erste Konturen dazu.  Der Abend war eine Initiative des Pfarreienrates der Pfarreiengemeinschaft Ochtendung-Kobern, zu dem alle Interessierten im Dekanat ins Pfarrheim Kobern, aus dem man aber  wegen des großen Zuspruchs schnell in die Kirche wechselte, eingeladen wurden.

Auch, wenn ein Endergebnis noch nicht vorliegt, zeigen sich doch schon einige Grundlinien ab. So betonte Dechant Schuh, dass Kirche auch in der „Pfarrei der Zukunft“ vor Ort präsent bleibt. Neben einem Pfarramt soll es auch weiterhin sogenannte „Kirchenbüros“ an unterschiedlichen Orten der PdZ geben, die die Aufgaben der heutigen Pfarrbüros übernehmen.

Kirche wird überall dort sein oder wahrgenommen, wo Menschen sich engagieren. Und das soll auch in Zukunft so bleiben. Die Größe der PdZ wird aber auch dazu ermutigen, mehr als bisher über den Tellerrand zu blicken: Austausch, Vernetzung und Beteiligung werden in einer „Synodalversammlung“ ermöglicht. Hier treffen sich Ehren- und Hauptamtliche zur gemeinsamen Beratung und Planung. Auch das Engagement von Ehrenamtlichen wird natürlich weiterhin begleitet.

In der anschließenden Austauschrunde wurde auf die Fragen der Teilnehmenden eingegangen. Ob zum Beispiel die Immobilien und Vermögenswerten nur noch zentral von der Großpfarrei gesteuert würden, war eine der Fragen. Konkret dazu: „Geplant sind sogenannte „Verwaltungsteams“ vor Ort, die mit Befugnis und Budget ausgestattet, mandatiert und im Kirchlichen Vermögens- und Verwaltungsgesetz verankert sind.“

Am Ende der Veranstaltung waren sich alle einig: Wichtig sind Abende wie diese, in denen Informationen weitergegeben und Austausch ermöglicht wird. Abschließend betonte Dechant Schuh: „Wenn Kirche auch in Zukunft hier vor Ort sichtbar bleiben will, dann brauchen wir Sie! Ohne Sie geht es nicht!“

Nähere Informationen zur Umsetzung der Synode finden Sie unter https://www.bistum-trier.de/heraus-gerufen/fakten-check-zur-umsetzung/