Aktuelle Berichte

Hier finden Sie Berichte zu Veranstaltungen sowie Hnweise auf aktuelle Aktionen.

  • 3. Tag des Flüchtlings berührte viele Besucher

    Musik verbindet Nationen

    Plaidt. Der dritte Tag des Flüchtlings in der Hummerichhalle in Plaidt erweckt den Eindruck, dass das Miteinander der Kulturen und die Offenheit gegenüber anderen Nationen mittlerweile im Alltag angekommen sind. Ehrenamtliche, Neubürger verschiedener Nationen, sowie Einheimische aus der Pellenz sitzen dicht an dicht nebeneinander auf ihren Stühlen und feiern begeistert die Vorführung der jugendlichen Hip Hop Dancer „Multikulitboys“ aus Mayen, sowie die bekannte Band „Strom und Wasser “, die gemeinsam mit geflüchteten Musikern aus dem Iran und Ghana mit politischen Texten und Comedy-Einlagen für Stimmung sorgen.
    „Wir wollen für ein Miteinander und eine bunte Gesellschaft werben“, erklärt Günter Leisch vom Organisationsteam der Gemeinschafts-Veranstaltung der Pellenzer Flüchtlingsinitiative „Fremde werden Freunde“, Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V. und der Dekanate Andernach-Bassenheim, Maifeld-Untermosel, Mayen-Mendig und Remagen-Brohltal, sowie der VG Pellenz den 3. Tag des Flüchtlings im Rahmen der Interkulturellen Woche der christlichen Kirchen.

    Ein Plädoyer für Vielfalt, Offenheit und Menschlichkeit war auch der Tenor in den Begrüßungsansprachen von Ortsbürgermeister Wilhelm Anheier – auch im Namen von VG-Bürgermeister Klaus Bell, Sanasz Khoilar vom Bistum Trier und Rolf Schäfer, Erster Kreisbeigeordneter des Landkreises Mayen-Koblenz.
    Über die entspannte und fröhliche Atmosphäre im Saal freuten sich die Moderatoren Annika Frank vom Dekanat Mayen-Mendig und Emad Girgis von der Caritas, die die zahlreichen Gäste in deutscher und arabischer Sprache begrüßten, insbesondere mit Blick auf die Ergebnisse der vergangenen Bundestagswahl. „Lasst uns mit dieser Veranstaltung kulturelle Brücken bauen“, betonten die Moderatoren, dass beide Seiten von einem funktionierenden Miteinander profitierten. Dass die geflüchteten Menschen etwas zu bieten haben, demonstrierten sie dem begeisterten Publikum an diesem Abend in einer Sprache die jeder versteht. Unter dem Motto „Musik verbindet“ warben die Band „Strom und Wasser & the Refugees mit kabarettistischen Einlagen und ihren Songs für Toleranz und Vielfalt. Neben einem Mix aus Rap, Jazz und Rock faszinierten die geflüchteten Gastmusiker aus dem Iran und Ghana mit internationalen Klängen aus ihren Heimatländern. Um den Geflüchteten eine Stimme zu geben hat Liedermacher Heinz Ratz rund 200 Flüchtlingslager besucht und dort viele Musiker-Talente entdeckt. „Aufeinanderzugehen baut Ängste ab und ermöglicht überhaupt erst, dass Vielfalt verbinden kann“, wünscht sich der Musiker, dass die Menschen nicht verhärten und Bitterkeit und Hass aufkommen lassen. Dass Europa im Rahmen der Menschenrechte weltweit in Kriegen unterwegs ist, aber das „Flüchtlingsproblem vor Ort nicht in den Griff bekommt“, ist für Ratz kaum nachvollziehbar.

  • Über 200 Väter und Kinder bauten Seifenkisten

    Über 200 Väter und Kinder bauten sich Seifenkisten und fuhren mit ihnen vom Maifeld zur Untermosel

    „Es wird Euch Spaß machen, wenn Euch eure Seifenkiste abwirft. Blutig werdet Ihr morgen Nachmittag alle sein. Aber das macht nichts.“, so Pastoralreferent Ansgar Feld zu Beginn der 59. Vater-Kind-Aktion, die das Dekanat Maifeld-Untermosel in Zusammenarbeit mit der Familienbildungsstätte Mayen veranstaltete.
    Es war nicht das erste Mal, dass Seifenkistenbauen und –fahren auf dem Programm standen.
    Das Team hatte im Laufe der Jahre einen Fahrzeugtyp entwickelt, der keine Aufbauten mehr besaß, mit dem man sich also nicht mehr ernsthaft verletzen konnte. Außerdem ist er sehr stabil, eignet sich also auch für gemeinsame Fahrten von Vätern und Kindern. Die Lenkung ist leicht gängig und nachläufig, also spurstabil. Die Kiste hat gute Bremsen, wenn man will auch seitengetrennt, zum Driften. Die Luftfederung der Reifen sorgte für angenehmen Fahrkomfort, obwohl es einigen auch gelang, sie durchzubremsen. Aber es gab Ersatz.
    Väter und Kinder teilten sich zu Beginn in Gruppen auf und wurden von den jeweiligen Teammitgliedern betreut. Diese hatten im Vorfeld Prototypen gebaut und als Anschauungsmodell zur Verfügung gestellt.
    Allerdings hatte sich der Drachenhof in Lonnig, inzwischen „Reitanlage im Pferdepark Maifeld“ stark verändert. Während in den vergangenen Jahren immer wieder Vater-Kind-Aktionen und auch Familientage hier problemlos stattfinden konnten, zeigte sich zunehmend, dass die Pferde und Pferdebesitzer nicht mehr mit dem Treiben einer Vater-Kind-Aktion vereinbar sind.
    So musste die Aktion kurz vor Fertigstellen der meisten Seifenkisten abgebrochen und verlegt werden. Sehr zum Unmut der meisten Teilnehmer, denen zu Beginn der Veranstaltung gesagt wurde, sie hätten genügend Zeit, konnten die meisten Teilnehmer also nicht wie geplant ihre fertige Seifenkiste besteigen und mit ihnen zum Zeltplatz oberhalb Dreckenachs hinunterfahren.
    Da im Vorfeld aus Angst vor einem Zusammenbruch des Stromnetzes im Drachenhof ein Aufruf an die Teilnehmer ergangen war, Stromaggregate mitzubringen, war es möglich, alles zusammenzupacken, umzuziehen und während der Nacht bei den Zelten weiterzubauen.
    Der nächste Tag, besonders nachdem sich der Nebel verzogen hatte und die Sonne rausgekommen war, entschädigte für alles. Die Stimmung war ausgelassen. Die Strecke war super. Die Kisten liefen. Und das Team hatte zusammen mit einigen Teilnehmern einen Shuttelservice eingerichtet, so dass die Teilnehmer mit ihren Seifenkisten immer wieder schnell der Berg hinaufgebracht wurden.
    Am Ende war es eine rundum gelungene Aktion. Das Team staunte, wie tolerant, wohlwollend und gut gelaunt die Teilnehmer die Schwierigkeiten meisterten. Und es gab viel weniger Verletzungen als gedacht. (Ansgar Feld)

  • Die Faszination des Wegschlagens - Bildhauerworkshop in Münstermaifeld-Keldung

     „Es hat sehr viel Spaß gemacht. Es waren tolle Tage. Vielen Dank!“ Am Ende des Bildhauerkurses bei und mit Peter Hänig aus Münstermaifeld-Keldung herrschte bei einigen Teilnehmern fast so etwas wie eine Euphorie.

    Immer wieder hatten sie festgehangen, nicht mehr weiter gewusst und Hilfe gebraucht. Es ist schon ein besonderes Erlebnis, vor einem viereckigen Steinblock zu stehen und daraus eine Figur hauen zu sollen. Das räumliche Denken mussten fast alle erst mal erlernen. Dazu kommt die Gefahr, das Falsche wegzuhauen und plötzlich festzustellen, dass man die Figur, die man sich vorgestellt hatte, zerstört hatte ohne es bemerkt zu haben.

    Aber den anderen Teilnehmern ging es genau so. Alle saßen im selben Boot. Man fühlte mit. Man verstand sich. Und in dem angenehmen Gemeinschaftsgefühl entdeckte man, mit was für interessanten Menschen man die Tage verbrachte.

    Und dabei immer besser wurde. Dank der unermüdlichen, geduldigen und kompetenten Hilfe von Peter Hänig entdeckten die Teilnehmer immer mehr, was für ein faszinierendes Hobby die Bildhauerei sein kann.

    So ging der Dank auch an das Dekanat Maifeld-Untermosel und Pastoralreferent Ansgar Feld, der zusammen mit der katholischen Erwachsenenbildung diese Kurse organisiert.

    Fotos: Ansgar Feld

  • „Ritter ziehen zur Burg Eltz“ lautete das Motto des 58. Familientages des Dekanates Maifeld-Untermosel in Zusammenarbeit mit der Familienbildungsstätte Mayen.
    So trafen sich die Familien am Rande des Elztals bei Kehrig, um sich auf eine romantische Wanderung hinein in das ursprüngliche Elztal zu begeben.
    Nach einer Weile erreichten sie eine Burg, die das Team um Pastoralreferent Ansgar Feld am Vortag aufgebaut hatte. Von hier aus sah man schon die Burg Eltz inmitten der Wälder liegen. Und hier, angesichts der Burg Eltz, verwandelten sich Kinder und Eltern in Ritter, Burgfräulein und Gaukler. Schwerter, Schilder und Helme wurden gebaut und mit den Familienwappen versehen. Die Frauen und Mädchen machten sich Gewänder und hohe, verzierte Burgfräuleinhüte. Es entstanden unterschiedliche Musikinstrumente.
    Und dann ging es los. Man zog zur Burg Eltz. In verschiedenen Gruppen, wie im Mittelalter.
    In der Burg wurden die Wanderer freundlich empfangen und durch die Burg geführt. Eine tolle, interessante Erfahrung für Groß und Klein.
    Ausgestattet mit einem Gastgeschenk ging es dann wieder zurück zur eigenen Burg.
    Nachdem alles zurückgebaut war und die Autos herbeigeholt worden waren, schauten alle auf einen schönen, erlebnisreichen Tag zurück. (Ansgar Feld)

  • Vater Kind Aktion an der Eltz

    „Feuer, Wasser, Luft und Erde“ war das Motto der 58. Vater-Kind-Aktion des Dekanates Maifeld-Untermosel in Zusammenarbeit mit der Familienbildungsstätte. All diese Elemente sollten erlebt werden.
    So brannte zwei Tage lang das Lagerfeuer inmitten der Zelte, brannte der selbstgebaute Pizzaofen und schließlich auch der Antrieb der Knatterboote, den die Teilnehmer aus Getränkekartons bauten.
    Im Wasser wurden Hafenanlagen errichtet, Schiffsmodelle zu Wasser gelassen, eine Schaufelradantrieb für die Spießbraten gebaut, oder einfach nur gespielt.
    Durch die Luft schwebten ständig Kinder an der Seilbahn über den Platz, oder balancierten über die Seibrücken oder die Netzbrücken, die über die Elz gespannt wurden.
    Aus Lehm wurde der Ofen gebaut, aus Matsch Schlammrutschen am Ufer, und schließlich wurde unterirdisch ein kleiner See in einem alten Stollen entdeckt, den man mit einem kerzenbestückten Modellboot ausleuchtete.
    Besonderes faszinierte die Leonardobrücke, erfunden vor 500 Jahren von Leonardo da Vinci.
    „Sie ist nur zusammengesteckt. Sobald man die Balken an irgendeiner Stelle befestigt, stürzt sie zusammen“, so Pastoralreferent Ansgar Feld, dessen Team wieder jede Menge Ideen entwickelt hatte. Und dessen Begeisterung auf die ca. 100 Väter und Kinder übersprang.
    Grade das Ausprobieren, nicht zu wissen, ob es klappt, das ist es, was die Aktionen zum Erlebnis werden lässt, bei dem man gerne mitmacht.
    Es hat alles geklappt, auch dank der Firmen, die diese Aktion wieder unterstützten: Daum in Münstermaifeld, sowie Die Lohners, Griesson und Neukauf in Polch.

  • Glaube und Gewalt - Glaube und Gewaltlosigkeit

    Wer Gewalt rechtfertigt - Reihe zum Christlich-Islamischen Dialog im Dekanat fortgeführt

    Das Dekanat Maifeld-Untermosel konnte mit Hagen Berndt einen anerkannten Experten in Fragen der Konfliktbearbeitung zum Thema „Glaube und Gewalt, Glaube und Gewaltlosigkeit“ am Mittwoch, 28. Juni im Pfarrheim St. Lubentius in Kobern begrüßen. Die aktuellen Terroranschläge und viele Fragen rund um die Themen Religion und Gewalt wollten die Zuhörer/innen zur Diskussion gestellt wissen.
    Der Referent, selbst Muslim, stellt zunächst die verschiedenen Blickwinkel vor, aus denen wir diese breite Thematik betrachten können, klärt seine  Begrifflichkeiten, geht auf den Umgang mit Gewalt in Christentum und Islam ein, nennt viele Personen und Beispiele überzeugten gewaltlosen Handelns in beiden Weltreligionen und lädt zur eigenen Stellungnahme ein.
    Die aktuellen Ereignisse zeigen uns oft auf, wie begrenzt unsere Wahrnehmung ist und dass die einfache Frage „Wer spricht mit welchem Ziel?“ oft zu weiterer Klärung der Interessenlagen führt. Hagen Berndt bringt dabei immer wieder seine eigene Perspektive mit ein, die durch die persönliche Begegnung mit Menschen mit gewaltfreier Grundhaltung geprägt sind. Insbesondere lebte er als Muslim auch mit Narayan Desai, dem Sohn des Sekretärs von Mahatma Gandhi eine Zeitlang in Indien.
    Wissenschaftlich stellt er der herrschenden „Sicherheitslogik“, von der wir so oft in den Medien und in der Politik hören, die „Friedenslogik“ einiger Friedensforschungsinstitute entgegen. Ferner weitet er unseren Begriff von Gewalt – wir meinen oft den Gebrauch direkter Gewalt – mit der Beschreibung der strukturellen Gewalt (nach J. Galtung), die Menschen durch ungerechte Strukturen (z.B. wirtschaftliche) beeinträchtigt, ohne klare Täter benennen zu können.
    Wichtig für die Diskussion in unserem Dekanat waren auch Begriffsklärungen islamischer Worte. So wurde Dschihad, der missbräuchlich von interessierter Seite als „Heiliger Krieg“ definiert wird, übersetzt als: „sich bemühen, ein gutes Leben zu führen“. Oder Scharia heißt eigentlich „Weg, Straße, die Menschen voran bringt“. Beide Worte erhalten damit eine Dynamik, um unser Leben gottgefällig und gerecht zu gestalten und richten den Blick nach vorn. Leider ist der aktuelle Gebrauch dieser Worte starr, mörderisch und kriegerisch und in die Vergangenheit gerichtet. Das trifft allerdings genau das Interesse derer, die die Religion für sich instrumentalisieren wollen (wie z.B. der IS). Und diese letztere Auffassung hat sich leider zu stark in unserer öffentlichen Meinung festgesetzt.
    Überhaupt wies der Referent immer wieder darauf hin, wie Religion mobilisieren, wie sie Zusammenhalt schaffen kann. Die Gefahr der Instrumentalisierung liegt damit auf der Hand, und die geschieht oft durch Traditionalisten und durch Mächtige, die ihre Interessen auch mit religiösen Themen rechtfertigen wollen. Der Rückgriff auf die heiligen Schriften erfolgt dabei oft unter Umgehung des sozialen Kontextes, in dem die Schriften entstanden sind.
    Kontrovers diskutiert wurde die These, dass dem Islam in Europa im Gegensatz zu z.B. in Saudi-Arabien die Aufgabe zufällt, sich zu erneuern. Hier in Europa existiert ein Freiraum, den es zu nutzen gilt. In vielen autokratisch und islamistisch regierten Ländern ist dies wegen der dortigen Herrschaftsverhältnisse nicht möglich und der Druck zur Konformität sehr hoch. Manche offene, liberale Muslime spüren dies auch hier und sind Morddrohungen ausgesetzt.
    Hagen Berndt verwies zum Schluss auf seine Erfahrungen in der kommunalen Konfliktbearbeitung und stellte fest: „Das gemeinsame Gespräch ist und bleibt schwierig, aber es führt kein Weg daran vorbei.“
    Werner Huffer-Kilian dankte dem Referenten und der Zuhörerschaft, verwies auf die eigenen christlichen Entwicklungen und Debatten um Gewalt und gewaltloses Handeln: „Wir setzen unsere Reihe im November vor. Denn das Ziel, im guten Miteinander im Gespräch zu sein, verfolgen wir weiter.“

    Weitere Informationen bei: Werner Huffer-Kilian, Pastoralreferent im Dekanat, Tel. 02605-96278-17 oder 0170-7938420

  • Die Faszination des Wegschlagens: Bildhauerwerk in Münstermaifeld-Keldung

    Die Faszination des Wegschlagens: Bildhauerworkshop in Münstermaifeld-Keldung

    „Jede Menge tolle Momente. Schon was Besonderes.“ Die Teilnehmer des Bildhauerseminars bei Peter Hänig waren begeistert. In kurzer Zeit war wieder jene merkwürdig angenehme Atmosphäre unter den Teilnehmern entstanden, die für diese Bildhauerseminare typisch ist. Man wird vertraut miteinander, interessiert sich füreinander, vielleicht weil man grade dieselben Erfahrungen macht.Man hat einen viereckigen Stein vor sich, auf den man mit Hammer und Meißel einschlägt und Stücke heraushaut. Ganz allmählich schält sich auf diese Weise eine Figur heraus. Die Figur, die man sich vorgestellt hatte.Diese Werke sind bei jedem Einzelnen völlig unterschiedlich. Aber die Gefahr, was falsch zu machen, das Gewünschte von einer Sekunde auf die andere zu vernichten, diese Angst haben alle gemeinsam. Vielleicht ist das das Verbindende unter den Teilnehmern.Oder die Erfahrung, immer besser zu werden. Zu lernen.Und auch immer wieder festzuhängen, nicht mehr weiter zu wissen und Hilfe zu brauchen. Diese Hilfe kommt. Mit viel Verständnis, Geduld und Kompetenz zeigt Bildhauer Peter Hänig die Kniffe der Schlagtechniken und auch wie man die Denkblockaden loswird, wenn man plötzlich wieder mal merkt, dass das mit dem räumlichen Denken gar nicht so einfach ist.Es waren zwei Tage des Entstehens, des erfolgreichen Herstellens durch wegschlagen und wegschmirgeln. Es waren zwei Tage des Zusammenwachsens und vertraut werden. Und wieder konnten am Ende alle stolz auf das sein, was sie schließlich mit nachhause nahmen. Auch wenn es etwas schade ist auseinander zu gehen, man kann sich wiedersehen.

    Die nächsten Termine stehen schon fest: 19./20.August und 21./22.Oktober 2017. Veranstalter sind wie immer das Dekanat Maifeld-Untermosel in Zusammenarbeit mit der katholischen Erwachsenenbildung (KEB). Ort ist das Anwesen von Peter Hänig (Hinter dem Winkel 3 in Münstermaifeld-Keldung). Der Kurs kostet € 30,- pro Tag und Teilnehmer, inkl. Getränke, Verpflegung, Material und Werkzeug. Anmeldung und Infos bei Pastoralreferent Ansgar Feld, Obertorstr. 8 in 56294 Münstermaifeld, Mail: ansgar.feld(at)bgv-trier, Tel.: 0171 / 57 93 195

  • 57. Vater Kind Tag: Der Traum vom Fliegen

    57. Vater-Kind-Aktion: „Der Traum vom Fliegen“

    Fast 250 Väter und Kinder trafen sich auf dem Naunheimer Flugplatz, um in die Welt des Fliegens einzutauchen.
    Zunächst begann alles mit Papierfliegern. Väter und Kinder lernten unterschiedliche Modelle zu falten. „Wir bringen Euch das so bei, dass Ihr die nie vergesst. Verschiedene Papierflieger bauen zu können gehört zum Handwerkszeug eines jeden Vaters.“, so das Team um Pastoralreferent Ansgar Feld. Dabei erfuhren die Teilnehmer auch ein erstes Grundwissen über Aerodynamik.Wieso diese Papierblätter so gut fliegen können.
    Dann begann eine neue Flugtechnik: Hubschrauber. Aus Schaschlikspießen und Mundspatel. Auch sie waren nach wenigen Minuten fertig, und bald herrschte auf dem Flugplatz ein reges Treiben. Alle probierten ihre Modelle aus. Viele verzichteten aus dieser puren Lust am Spielen auf die dritte Modelltechnik: Modelle aus Trinkhalmen mit laminierten Papiertragflächen und einem kleinen Gummistopfen an der Spitze. „Ganz wichtig: Sonst gleiten sie nicht in der Luft.“
    „Uns ist es wichtig, dass alle Modelle so gut wie nichts kosten und von Jedem zuhause nachgebaut werden können.“, so Pastoralreferent Feld.
    Am Nachmittag wurde das Ganze nun schon wesentlich anspruchsvoller. Die Väter mussten sich in kleinen Gruppen zusammenschließen, um Flugmodelle von 2m Spannweite zu bauen. Mit echten Spantentragflächen. Alles aus Styrodur, Holzbrettchen und Mülltüten.
    Wochenlang hatte das Team an den Prototypen getüftelt, sich allerlei Theorie über Luftwiderstand,Schwerpunkt- und Strömungsverhalten reingezogen, und immer wieder probiert und getestet und verworfen. Feld: „Wir haben die Großmodelle völlig neu konzipiert. Als reine Gleiter. In der Vergangenheit hatten wir Gummimotorantriebe gebaut; die waren recht schnell abgewickelt, und dann hatten die stillstehenden Propeller die Modelle zum Absturz gebracht.“
    Ob das alles diesmal funktioniert, war dem Team bis zum Schluss unklar. Um so intensiver war die Begeisterung im Team, als die ersten Gleiter souverän durch die Luft schwebten. „Hast Du das gesehen? Ich habe richtig Gänsehaut gekriegt.“ Was vielleicht noch fehlt, ist eine Art Seilwinde mit einer kleinen Schraube unterm Rumpf; damit man die Gleiter richtig auf Höhe bringen kann.
    Der Höhepunkt des Tages sollte aber noch folgen: Selbst gebaute Wasserraketen. Halb gefüllte Colaflaschen, in die dann mit einem handelsüblichen Gardenaanschluss Luft gepumpt wird. So lange und so viel, bis sich die Raketen von selber wegsprengen. Nach vielen anfänglichen Fehlversuchen beherrscht das Team diese Technik inzwischen perfekt. Dennoch müssen die Kinder Sturzhelme tragen und die Raketen haben Spitzen aus Tennisbällen. „Wir erreichen große Höhen und so ganz weiß man nie, wohin so eine Rakete fliegt.“
    Es war ein großartiger Tag mit viel netten Leuten, mit viel Spaß und Begeisterung. Dass man nicht selber fliegen konnte, war kein Problem. Die Aufsichtsbehörde hatte den Bewuchs nahe der Landebahn des Ultra-Light-Flugplatzes bemängelt und den Flugbetrieb kurzfristig verboten.
    Flugplatzbetreiber Horst Mahnke: „Nächsten Monat haben wir die Erlaubnis. Dann machen wir einen neuen Termin aus“ Und es gibt ein Wiedersehen.
    Dank gilt auch den Polcher Firmen, die diese Aktion möglich gemacht haben: Niesmann, Edeka, Griesson und Die Lohners.
    Mehr Bilder finden Sie [hier]

  • 57. Familientag

    57. Familientag: „Zusammen sind wir Künstler“

     „Fangt einfach an! Ihr könnt das!“ Pastoralreferent Ansgar Feld hatte Recht. Nach dem man mal begonnen hatte, entstand in einem einsamen Nebental des Schrumpftals schnell ein großer lebendiger Skulpturenpark.
    „Wir haben in den vergangenen Jahren die Erfahrung gemacht, dass die Teilnehmer sich nie richtig an die Kunstform LandArt herangetraut haben. Deshalb haben wir uns entschlossen, dass Alle LandArt machen.“ So gingen zu Beginn des Tages die Familien gemeinsam in den Wald, nahmen sich jeweils ein kleines Stück des Weges vor, ließen seine Umgebung auf sich wirken, und bauten aus dem Durcheinander, das sie ringsum vorfanden, irgendwelche Kunstwerke. Genau so, wie sich das für LandArt gehört: Völlig ohne Vorgaben und völlig ohne Hilfsmittel.
    Als dann am Ende des Vormittages dieFamilien gemeinsam den Weg abgingen, waren sie begeistert über den Ideenreichtum und die Vielfalt der unglaublichsten Kunstwerke, geschaffen von fast 100 Kinder, Mütter und Väter. Und dieser phantastische Skulpturenpark wird nun – auch das gehört zu LandArt – seine eigene Geschichte erleben.
    Nach dem Mittagessen in der romantischen Steinsmühlemitten im Schrumpftal standen dann schon an bekanntere Formen der Kunst zur Auswahl:
    Jan Luc Olivier aus Polch führte in die Welt der Malerei ein, zeigte Tricks und Techniken und stand mit Rat und Tat zur Seite, wann immer Jemand Fragen hatte.
    Derweil begleitete Peter Hänigaus Keldung diejenigen, die sich in der Bildhauerei ausprobieren wollten. Auch hier gab es viel zu entdecken. Peter Hänig war stets zur Stelle und zeigte, wie man die Probleme lösen kann.
    Als dann am Ende eines wunderschönen, erlebnisreichen Tages die Ergebnisse vorgestellt wurden, staunte man nicht nur über das, was die Anderen alles geschaffen hatten. Man war auch stolz darauf,was man nun selber mit nach Hause nehmen konnte. Und das galt sowohl für die Kleinen, als auch für die Großen.
    Die Familien dankten dem Team um Pastoralreferent Ansgar Feld für die Ideen und die gelungene Organisation. In der tollen Atmosphäre hatte sich auch das Team sehr wohl gefühlt. Wieder hatten auch die Firmen Daum in Münstermaifeld, sowie Edeka und Griesson in Polch ihren Beitrag zum Gelingen des Tages geleistet.
    Schade war nur, dass außergewöhnlich Viele sich angemeldet hatten, ohne zu kommen. Hätte man das geahnt, hätte man nicht so vielen Familien abgesagt, weil man dachte, der Platz reicht nicht für alle.

  • Orientierungstage für Schülerinnen und Schüler

    „Wahre Freundschaft“ …

    Orientierungstage für Schülerinnen und Schüler auf der Marienburg in Bullay

    Jugendliche, die sich gegenseitig anspornen, eine Aufgabe als Team zu meistern. Jugendliche, die sich zuhören. Jugendliche, die über Dinge ins Gespräch kommen, über die man im Alltag nicht spricht. Damit könnte man die Orientierungstage gut beschreiben. Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen 2016/2017 der Realschule Plus Untermosel erlebten, wie gut es tut, miteinander unterwegs zu sein und einfach mal Zeit zu haben. „Was bedeutet Freundschaft für mich? Wie kann ich mich entspannen?“ um nur einige Fragen zu nennen, mit denen sie sich in Workshops beschäftigten.

     „Es ist toll, zu entdecken, was in den Jugendlichen steckt und welche Fragen sie haben“, meinte Elisabeth Zenner, Pastoralreferentin des Dekanates Maifeld-Untermosel, die die Tage mit den LehrerInnen Anette Schröter und Moritz Mehlem von der Realschule Plus Untermosel und Praktikanten Jan Helmand geleitet hat. Und weil es allen gut getan hat, lautete das gemeinsame Fazit: „Orientierungstage? Nächstes Jahr gerne wieder!“

  • "Weil ich dich liebe" - Eine Auszeit für Paare, die heiraten wollen

    „Weil ich Dich liebe…“

    Eine Auszeit für Paare, die heiraten wollen

    „Wir hatten den Raum, in Ruhe grundsätzliche Themen zu besprechen, für die im Alltag kaum Zeit bleibt“ meinte eines der Paare, die in diesem Jahr kirchlich heiraten wollen. Sie und weiter Paare, die vor ihrer kirchlichen Trauung stehen, besuchten den Brautleutetag des Dekanates Maifeld-Untermosel, den Pastoralreferentin Elisabeth Zenner und Achim Zenner leiteten.

    Praktische Übungen zeigten, wie kompliziert Kommunikation ist und was erforderlich ist, damit es im Alltag einfacher und mit weniger Missverständnissen funktioniert. Den Paaren blieb genügend Zeit, sich zu zweit darüber auszutauschen, was ihnen für ihre Ehe in Zukunft wichtig ist. Hilfreich war zudem, zu überlegen, was die kirchliche Trauung für sie konkret bedeuten kann. Praktische Hinweise für die Gestaltung des Traugottesdienstes kamen nicht zu kurz. „Ich habe heute etwas über uns als Paar gelernt. Das hat unserer Beziehung gut getan.“ war das Fazit einer Teilnehmerin.

    Weitere Angebote für Paare findet man auf  www.dekanat-maifeld-untermosel.de unter Aaufgabenbereiche/ Ehe und Paare. Information erteilt elisabeth.zenner(at)bistum-trier.de, 02605-96278-12.